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Ist der Chow-Chow oft krank?

Niemand kann voraussagen, ob Dein Chow-Chow einmal Dauergast beim Tierarzt werden wird, oder nur zu Vorsorgeterminen eine Praxis von innen sieht. Gewiss aber ist, dass so gut wie jeder Hund hin und wieder im Leben kleinere oder auch größere Probleme haben wird. Nicht immer muss zwingend ein Tierarzt zurate gezogen werden. Kleinere Blessuren können durchaus selbst behandelt oder zumindest ein oder zwei Tage beobachtet werden. Auf die lange Bank schieben solltest Du einen Besuch aber sicherlich nicht. Bessern sich Symptome nicht innerhalb kurzer Zeit, ist professionelle Hilfe immer nötig. Nur so können Krankheiten rechtzeitig erkannt und eine schnelle Therapie eingeleitet werden. Und je besser Dein Chow-Chow tiermedizinisch versorgt wird, umso besser stehen seine Chancen auf ein schönes, gesundes und vor allem langes Hundeleben.


Was sind typische Krankheiten beim Chow-Chow?

Einige Krankheitsbilder kommen innerhalb der Chow-Chow Rasse leider etwas gehäuft vor. Dies bedeutet natürlich nicht, dass jeder Rassevertreter mit diesen Problemen zu kämpfen haben wird. Doch eine gewisse Rassedisposition ist für so manche Krankheit gegeben.

Fast jede Hunderasse hat aber nebenbei bemerkt mit erblichen Krankheiten zu kämpfen, der Chow-Chow bildet da eben keine Ausnahme. Wer um die möglicherweise auftretenden Probleme weiß und die Symptome der Krankheitsbilder kennt, kann jedoch bei ersten Anzeichen gezielt mit dem Tierarzt sprechen und aufkeimende Erkrankungen womöglich im Keim ersticken oder abmildern.

Im Folgenden werden einige typische Chow-Chow Krankheiten beleuchtet, an denen Dein Vierbeiner eventuell erkranken könnte. Damit Du hoffentlich einen gesunden Rassevertreter ohne genetische Probleme zu Hause hast, ist die Auswahl des richtigen Züchters enorm wichtig. Ein seriöser und erfahrener Züchter untersucht seine Tiere auf rassespezifische Krankheiten und verpaart gewissenhaft und mit dem Ziel, solche Krankheitsbilder aus der Chow-Chow Rasse herauszuzüchten. Nicht immer gelingt dieses Unterfangen und selbst bei unauffälligen und gesunden Elterntieren können beim Nachwuchs manchmal bestimmte Krankheiten zutage treten.


Grüner Star (Glaukom)

Grüner Star ist eine sehr schmerzhafte Krankheit und entsteht, wenn der Innendruck im Auge erhöht ist. Durch den permanenten Druck werden sowohl die Netzhaut, als auch der Sehnerv verletzt. Im schlimmsten Fall führt Grüner Star zu einer vollständigen Erblindung. Dies kann unter Umständen sehr schnell geschehen (innerhalb von 48 Stunden). Es werden zwei Formen von Glaukom unterschieden: Primäres und Sekundäres Glaukom. Dabei ist die Chow-Chow Rasse wesentlich häufiger vom Primären Glaukom betroffen. Es besteht also eine erbliche Rassedisposition, denn diese Form ist angeboren. Sie entwickelt sich mit fortschreitendem Alter und in vielen Fällen betrifft der Grüne Star dabei zunächst nur ein Auge. Das zweite Auge ist aber oftmals später auch betroffen. Das Sekundäre Glaukom ist hingegen nicht genetisch bedingt, sondern die Folge einer vorangegangenen anderen Erkrankung.

Symptome:

• Berührungen am Kopf können schmerzhaft für den Hund sein
• Zukneifen der Augen
• Geweitete Linse
• Tränendes Auge
• Durch die nachlassende Sehkraft stößt der Chow vielleicht an Gegenstände an
• Milchig getrübte Hornhaut
• Lichtscheu
• Gerötetes Auge
• Anschwellen des Augapfels
• Reiben der Augen mit der Pfote oder der Hund reibt den Kopf über den Boden
• Verhaltensänderungen können durch das schlechte Sehen auftreten: Aggressivität, Schreckhaftigkeit oder ungewöhnlich ruhiges Verhalten
• Viele Hunde schlafen und dösen vermehrt

Die Symptome können variieren, je nachdem, wie lange der Chow-Chow schon unter dem Glaukom leidet und was die ursprüngliche Ursache für die Erkrankung war. Zu Beginn ähneln die Anzeichen zudem einer normalen Augenentzündung, weshalb der Grüne Star nicht immer sofort vermutet wird. Bei Auffälligkeiten am Auge also besser nicht lange warten, sondern direkt in eine Tierarztpraxis fahren.

Behandlung:

Bei Verdacht auf Grünen Star wird der Tierarzt den Augeninnendruck des Chow-Chows messen und bei Bedarf Augentropfen verschreiben, die helfen, den Druck zu senken. Es können ebenso Tabletten, Injektionen und Infusionen zum Einsatz kommen. Bestenfalls kann die Sehkraft des Vierbeiners so erhalten werden. Grüner Star sollte nämlich immer als Notfall betrachtet werden. Denn die Erkrankung ist nicht nur schmerzhaft, sondern schränkt den Hund auch enorm ein.

Zusätzliche Schmerzmittel helfen, die Krankheit erträglicher zu machen. Neben Medikamenten kann zudem eine Operation sinnvoll sein, selbst dann noch, wenn der Chow-Chow bereits erblindet sein sollte. Denn ein Glaukom verursacht auch nach der Erblindung noch Schmerzen. Manchmal muss der Tierarzt dabei das Auge leider komplett entfernen.

Wichtig: Falls Dein Chow-Chow mit den Augen Probleme hat und er beim Gassigehen ein Halsband tragen sollte, wäre es ratsam, auf ein Brustgeschirr umzusteigen. Denn sollte Dein Vierbeiner an der Leine ziehen, kommt es durch ein gewöhnliches Halsband zu einem Druckanstieg in den Augen.

Patellaluxation

Eigentlich ist die Patellaluxation eine Krankheit, mit der sich eher kleinere Rasse herumschlagen müssen. Dennoch kommt sie auch bei größeren Hunden vor und leider auch beim Chow-Chow. Patella ist dabei der Fachausdruck für Kniescheibe und bei der Luxation kommt es zum Herausgleiten dieser Kniescheibe aus ihrer Führungsrinne. Die korrekte Lage der Patella wird dabei durch eine Fehlstellung von Ober- und Unterschenkel verursacht, die angeboren ist. Je nach schwere der Erkrankung werden unterschiedliche Grade von Patellaluxation (PL) unterschieden. Es kann nur eine Hinterhand betroffen sein oder beide.

Typisch für das Krankheitsbild ist der hüpfende Gang des Hundes. Dabei wird eine Hinterhand (manchmal auch beide im Wechsel) nicht richtig belastet und der Chow-Chow hinkt und hüpft, bis es ihm gelingt, die Kniescheibe wieder in ihre normale Position zu bringen. Ist dies der Fall, so läuft er anschließend ganz normal weiter.

Um eine Patellaluxation zu diagnostizieren, wird der Tierarzt eine orthopädische Untersuchung vornehmen und Gangbild, Körperbau, Bewegung sowie die Gelenke eingehend prüfen. Um festzustellen, wie schwer die vorhandene PL ist, wird zudem ein Röntgenbild angefertigt.

Wird das Krankheitsbild früh erkannt, stehen die Prognosen für den Hund sehr gut. Tritt das Problem nur gelegentlich auf, wird meistens auf eine Operation verzichtet, allerdings sollte der Gang des Hundes immer gut im Auge behalten werden. Stellst Du als Besitzer Veränderungen im Bewegungsablauf fest oder das Hinken/Hüpfen verstärkt sich bzw. tritt häufiger auf, so sollte dies tierärztlich abgeklärt werden. Bei schwereren Fällen sollte die Kniescheibe jedoch operativ in eine korrekte Lage gebracht und dort fixiert werden. So kann Abnutzungen und Verschleißerscheinungen (z.B. Arthrose) vorgebeugt werden, die obendrein zu Schmerzen führen.

Hereditären Myotonie

Dies ist eine erblich bedingte Muskelerkrankung der Hinterhand. Sie äußerst sich durch einen hoppelnden Gang. Insbesondere, wenn der Hund lange Zeit geruht hat und anschließend aufsteht, kann es zu Anzeichen von Steifheit kommen. Dies legt sich meistens, nachdem der Chow-Chow sich ein paar Minuten bewegt hat. Bereits 6 Wochen alte Welpen können diese Symptomatik aufweisen. Hunde, die betroffen sind, bleiben es ein Leben lang. Das Problem bei Myotonie liegt in der langsamen oder fehlenden Entspannung des Muskels nach Kontraktion. Die bekannteste Rasse mit hereditärer Myotonie ist leider der Chow-Chow.

Obwohl die Krankheit nicht heilbar ist, kann sie mit Medikamenten ganz gut behandelt werden und dem Chow-Chow ein schönes Leben schenken, ohne dass sich die Symptome verschlimmern.

Mikrozytose

Von Mikrozytose wird gesprochen, wenn im Blutbild die roten Blutkörperchen stark verkleinert sind. Neben dem Chow-Chow sind noch weitere asiatische Hunderassen von diesem Krankheitsbild betroffen und als Ursache wird meist ein Eisenmangel festgestellt. Mikrozytose wird durch Eisenzufuhr behandelt. Diese Therapie kann eingestellt werden, wenn die klinischen Merkmale wieder verschwunden sind. Die Erkrankung schränkt den Chow-Chow in der Regel nicht ein.

HD (Hüftdysplasie)

Hüftgelenksdysplasie ist (abhängig vom Schweregrad) eine sehr schmerzhafte Krankheit, die den Chow-Chow sehr einschränken kann. Die Nervenfasern werden permanent gereizt, weil der Oberschenkelkopf keinen ausreichenden Halt in der Gelenkpfanne findet. Diese Fehlentwicklung des Hüftgelenks ist leider bei sehr vielen Rassen ein Problem. Da sie oftmals erblich bedingt ist, gibt es vor der Zuchtzulassung einen obligatorischen Test auf HD, um die Krankheit innerhalb der Rasse zu dezimieren. Eine erbliche Vorbelastung kann, muss aber nicht immer der Grund für eine HD sein. Ebenso kommt eine falsche Ernährungsweise infrage oder eine zu ausgeprägte Belastung des Bewegungsapparates beim Welpen und Junghund.

Eine angehende HD macht sich oft durch folgende Symptome bemerkbar:

• Weniger bewegungsfreudig
• Will nicht mehr ausgiebig Spazierengehen
• Bewegungseinschränkungen (der Hund springt nicht mehr aufs Sofa beispielsweise)
• Plötzliche Schmerzlaute beim Spielen, Toben oder Laufen
• Veränderter Bewegungsablauf, der Chow hinkt, hüpft oder belastet ein Bein nicht richtig

Um eine HD zu vermeiden, bzw. nicht zu verstärken, sollte der Chow-Chow im ersten Lebensjahr wenn möglich keine Treppen steigen und allzu wildes Toben ist ebenfalls zu vermeiden. Schnelle Richtungswechsel oder abruptes Abstoppen sind nämlich Gift für die Gelenke. Ins Auto hebst Du Deinen Vierbeiner besser und auch den Sprung aufs Sofa oder Bett gilt es zu vermeiden. Sollte Dein Chow-Chow bereits unter HD leiden, so sollten diese Maßnahmen weitestgehend über den ersten Geburtstag hinaus weitergeführt werden.

HD ist nicht heilbar, dennoch können die Symptome abgemildert werden. So ist es in vielen Fällen möglich, die Schmerzen zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhalten. Manchmal kommen Medikamente zum Einsatz und der Tierarzt wird vielleicht eine Operation vorschlagen. Auch Physiotherapie kann helfen, ebenso wie eine Stammzellspende und eine ausgewogene Ernährung.

Entropium (Einstülpung des Lidrandes)

Entropium wird auch Roll-Lid genannt und dieser Begriff trifft das Krankheitsbild eigentlich ganz genau. Denn bei dieser Lidfehlstellung kommt es zu einem abnormalen Einrollen des Augenlids. Dadurch reiben die Wimpern des Augenlids über die Binde- und Hornhaut, reizen diese und können zu Verletzungen führen. Ein Auge, das dauerhaft so gereizt wird, kann schlimmstenfalls das komplette Sehvermögen einbüßen. Geschwüre und Vernarbungen sind ebenfalls denkbar. Zum Glück kann dem mit einer Operation entgegengewirkt werden. Überschüssiges Gewebe wird dabei entfernt und das Lid gestrafft.

Beim Chow-Chow ist bedingt durch die viele Stirnhaut häufig das Oberlid von Entropium betroffen. Die Augen sind bei diesem Krankheitsbild gerötet, und tränen womöglich. Auch Bindehautentzündungen kommen vor. Der Hund reibt sich mit der Pfote über das Auge, was die Reizung noch verstärkt.

Ekzeme und Hautprobleme

Die Ursache für Ekzeme, „Hot Spots“ und andere Hautprobleme beim Chow-Chow ist teilweise nur schwer herauszufinden. Manchmal ist eine Allergie der Übeltäter. Handelt es sich um eine Futtermittelallergie, kann per Ausschlussdiät herausgefunden werden, gegen welche Inhaltsstoffe der Chow allergisch reagiert und das Futter entsprechend angepasst werden. Doch auch Parasiten, kleinere Wunden, Grannen oder Grasmilben führen mitunter zu lästigen Ekzemen.

Begleitet werden diese Hautprobleme eigentlich immer von starkem Juckreiz. Der Hund kratzt und beißt sich mitunter so stark und lange, bis die betroffene Stelle kahl wird. Es können sich Schuppen und Krusten bilden und oft entsteht eine eitrige Entzündung. Typische Stellen für solche Ekzeme sind der Kopf und die Pfoten. Theoretisch können aber auch andere Körperstellen betroffen sein. Je nachdem, wie stark ausgeprägt das Problem ist, sollte ein Tierarzt sich das Ganze ansehen. Handelt es sich um eine kahle, oberflächliche und lokal begrenzte Stelle, kannst Du selbst die Wunde zunächst behandeln und beobachten. Es sollte Luft an die Stelle kommen, weshalb das Entfernen der Haare rund um das Ekzem angeraten ist. Um den Juckreiz zu lindern und die nässende Stelle zu behandeln, sollten austrocknende Salben zum Einsatz kommen. Weiterhin muss der Hund an weiterem Kratzen und Beißen gehindert werden, was nicht immer ganz einfach ist.

Sollte ein Ekzem oder „Hot Spot“ sehr tief und ausgeprägt sein, muss dringend ein Tierarzt aufgesucht werden. Hier handelt es sich meist um eine bakterielle Infektion des Haarbalgs, welche sehr schmerzhaft sein kann und nicht zwingend mit Juckreiz einhergeht. Antibiotika sind hier das Mittel der Wahl und die Heilung zieht sich oft über mehrere Wochen. Um solchen Hautproblemen vorzubeugen, ist die Pflege des Chow-Chows die beste Präventivmaßnahme. Der Fellpflege sollte demnach ein besonderer Stellenwert zugeschrieben werden.


Welche Krankheiten verkürzen die Lebenserwartung meines Chow-Chows?

Kleinere Wehwehchen hin und wieder sind normal und kommen durchaus vor. Die meisten dieser Krankheiten heilen folgenlos aus und sind meist schnell vergessen. Allerdings sollte immer zeitnah gehandelt werden, wenn es Deinem Chow-Chow nicht gut geht. Denn auch aus scheinbar kleineren Problemen können sich ohne Behandlung manchmal größere Komplikationen ergeben.

Dies trifft beispielsweise auf Parasiten wie Flöhe, Zecken oder Würmer zu. Normalerweise ist ein Befall rasch beseitigt. Wer die Untermieter allerdings längere Zeit nicht entdeckt oder schlichtweg ignoriert, riskiert Langzeitschäden bei seinem Hund oder im schlimmsten Fall sogar seinen Tod.

Ebenso können Mangelerscheinungen schleichend Probleme verursachen, wenn der Chow-Chow zu einseitig und falsch ernährt wird. Nicht geimpfte Hunde sind zudem schutzlos gefährlichen Infektionskrankheiten ausgesetzt, die zum Tod führen können oder bleibende Schäden verursachen. Staupe, Parvovirose und andere Hundekrankheiten sind dabei meistens besonders für Welpen sehr gefährlich und können die Lebenserwartung drastisch herabsetzen.

Besonders im Alter können sich darüber hinaus kleinere oder auch größere Beschwerden bemerkbar machen. Diese sind aber in der Regel normalen Alterungsprozessen geschuldet und nur bedingt therapierbar. Auch chronische Leiden, Krebs oder rassetypische Krankheitsbilder verkürzen die Lebensdauer und verursachen ein zu frühes Aufwiedersehen.

Folgende Umstände wirken sich negativ auf die Lebenserwartung Deines Chow-Chows aus:

• Erbkrankheiten
• Krebs
• Tumore
• Übergewicht
• Falsche Ernährung
• Mangelernährung durch falsches Futter
• Schmutziges Trinkwasser
• Unbehandelte Krankheiten
• Wenig Bewegung und Beschäftigung
• Keine geistige Auslastung
• Infektionskrankheiten
• Allergien
• Altersbedingte Leiden
• Chronische Krankheiten
• Nicht artgerechte Haltung
• Unhygienische Bedingungen im Haushalt
• Mangelnde Pflege des Chow-Chows


So schützt Du Deinen Chow-Chow vor Krankheiten

Die oberste Regel sollte immer lauten:

Besser ein Mal zu viel, als ein Mal zu wenig!

Bei Krankheitsanzeichen solltest Du nie lange fackeln, sondern Deinen Chow-Chow immer zeitnah zum Tierarzt bringen. Nur so kann dieser rasch eine Therapie einleiten und größere Komplikationen erst gar nicht entstehen lassen. Oft sind Krankheiten nämlich schnell ausgestanden und heilen folgenlos aus, wenn Du als Besitzer nicht erst lange abwartest und beobachtest. Dies solltest Du wirklich nur tun, wenn Du Dich mit dem Krankheitsbild auskennst oder es sich um kleinere Probleme handelt. Durchfall oder Erbrechen gehören beispielsweise dazu oder kleinere Wunden und Blessuren.

Mit diesen 8 Tipps bleibt Dein Chow-Chow lange gesund:

1. Züchter

Kaufe Deinen Chow-Chow-Welpen nur von einem seriösen und bestenfalls beim VDH eingetragenen Züchter, der Kontrollen und Auflagen eines Vereins unterliegt. Gesundheitsuntersuchungen der Zuchttiere sollten immer obligatorisch sein, um das Risiko für rassetypische Krankheiten bei den Welpen auf ein Minimum zu reduzieren und Erbkrankheiten langfristig innerhalb der Rasse einzudämmen. Zudem wird ein guter Züchter die Welpen bereits bis zur Abgabe sozialisieren, sie impfen und regelmäßig vom Tierarzt untersuchen lassen und ihnen so einen gesunden und guten Start ins Leben schenken.

2. Parasiten

Suche Deinen Chow-Chow regelmäßig nach Parasiten ab. Mit einem Flohkamm kannst Du Flöhe zum Beispiel auch im dichten Fell des Chows ausfindig machen, falls Du sie nicht sogar mit bloßem Auge entdecken kannst. Auch Zecken lassen sich häufig finden, noch ehe sie die Gelegenheit hatten, sich festzubeißen und Krankheitskeime zu übertragen.
Auch wenn Würmer und andere Parasiten keine unmittelbare Bedrohung für den Hund darstellen, können sie unbehandelt neben Schmerzen und Juckreiz, im schlimmsten Fall Organschäden oder sogar den Tod nach sich ziehen. Prophylaxe und regelmäßige Floh- und Wurmkuren helfen, das Risiko zu minimieren.

3. Impfungen

Infektionskrankheiten sind insbesondere bei Welpen oft sehr folgenschwer. Das noch unausgereifte Immunsystem macht die kleinen Chow-Chows sehr verwundbar und Krankheiten führen nicht selten zu bleibenden Folgeschäden oder gar zum Tod. Darum ist es wichtig, die Grundimmunisierung beim Welpen und Junghund vornehmen zu lassen und die danach folgenden Auffrischungen gewissenhaft wahrzunehmen. Arbeite mit Deinem Tierarzt einen individuellen Impfplan für den Chow-Chow aus, denn nicht jeder Hund benötigt die gleichen Impfungen. Je nach Risikofaktoren und Einsatzgebiet des Vierbeiners kann der Veterinär zusätzliche Injektionen für angemessen halten oder von ihnen abraten.

4. Ernährung und Bewegung

Du bist, was du isst. Dies gilt für den Menschen genauso, wie für den Hund. Ernähre den Chow-Chow ausgewogen und artgerecht. Vermeide Futtermittel mit vielen Füllstoffen, Geschmacksverstärkern und ungenauen Angaben auf der Verpackung. Füttere außerdem abwechslungsreich und sorge dafür, dass Dein Chow-Chow keine Extrakilos ansetzt. Dies vermeidest Du beispielsweise durch ausreichend Bewegung und Beschäftigung. Auch, wenn der Chow-Chow keine große Sportskanone ist, so geht er gerne mit seinem Menschen auf Entdeckungstour und ist gern mit von der Partie.

5. Senior

Alte Hunde entwickeln besondere Bedürfnisse und ihr Alltag sollte dementsprechend angepasst werden. Achte auf erste Alterserscheinungen und altersbedingte Wehwehchen. Nimm zudem Seniorensprechstunden beim Tierarzt wahr. Neben dem Allgemeinzustand des Hundes wird hier noch besonderes Augenmerk auf Verschleißerscheinungen und rassetypische Probleme gelegt. Werden solche Leiden rechtzeitig behandelt bzw. ihnen entgegengewirkt, kann dies die Lebensqualität des Chow-Chows erhalten und er bleibt auch im Alter fit und gesund.

6. Krebsvorsorge

Krebs macht leider vor keiner Hunderasse halt und alte Hunde leiden häufiger unter diesem Krankheitsbild, als junge Vierbeiner. Du als Halter kannst einige Tumorarten jedoch frühzeitig erkennen, wenn Du bei der Fellpflege sehr umsichtig bist und auf erste Anzeichen achtest. Schwellungen oder Knubbel unter der Haut können ein erster Hinweis auf Krebs sein, aber auch andere Hautveränderungen sind üblich. Sollten solche Beulen nicht nach kurzer Zeit von selbst verschwinden, lass den Tierarzt drauf schauen.

7. Pflege

Nur ein gepflegter Chow-Chow ist ein gesunder Chow-Chow. Wer die Fellpflege vernachlässigt, riskiert hingegen Verfilzungen, bemerkt Parasiten nicht, und beeinträchtigt den Hund in seinem Wohlbefinden. Doch zur Pflege gehört noch mehr, als ein schönes Fell. Die Zahnpflege ist sehr wichtig, da insbesondere Zahnstein auch andere Krankheitsbilder mitverursachen kann. Doch auch, wenn Du Augen, Nase, Ohren oder Pfoten kontrollierst und pflegst: Achte immer auf Veränderungen jedweder Art und erste Krankheitsanzeichen.

8. Ausscheidungen beobachten

Die Hinterlassenschaften Deines Chow-Chows verraten in der Tat sehr viel über dessen Gesundheitszustand, die Qualität seines Futters und mögliche Krankheiten. Darum solltest Du stets ein prüfendes Auge auf das Bächlein oder Häufchen werfen. Farbe, Konsistenz und sogar Geruch sagen nämlich viel darüber aus, ob Dein Vierbeiner wohlauf ist.


Wann sollte ich meinen Chow-Chow zum Tierarzt bringen?

Du als Halter kennst Deinen Chow-Chow am besten. Darum wirst Du sicherlich schnell merken, wenn sich etwas in seinem Verhalten ändert, er ungewöhnliche Bewegungsabläufe zeigt, sich das Fressverhalten ändert oder erste Krankheitsanzeichen auftreten. Letzteres macht sich häufig bei der Pflege des Chow-Chows bemerkbar. Eine gute Beobachtungsgabe ist also von Vorteil, wenn es um den Gesundheitszustand Deines Hundes geht. Denn leider zeigen Hunde oft erst sehr spät, dass sie ernsthaft krank sind oder es ihnen schlecht geht.

Darüber hinaus solltest Du natürlich immer in die Praxis fahren, wenn sich Symptome nicht innerhalb kurzer Zeit bessern, sich das Allgemeinbefinden des Vierbeiners rasant verschlechtert, der Hund sich eine Verletzung zugezogen hat, ein Parasitenbefall besteht, Dein Chow-Chow Schmerzen oder Fieber hat oder Du selbst einfach unsicher bist, was zu tun ist.


Wie merke ich, ob der Chow-Chow krank ist?

Die nachfolgende Liste mit möglichen Symptomen ist natürlich nicht vollständig, gibt aber einen ersten Überblick darüber, wann Du den Chow-Chow besser einem Tierarzt vorstellen solltest. Nicht alle Krankheitsanzeichen sind dabei sofort besorgniserregend, allerdings ist das Hinzuziehen eines Veterinärs auch bei kleineren Problemen immer sinnvoll, wenn Du Dich mit einer Krankheit oder einem Krankheitsanzeichen und dessen Behandlung nicht auskennst.

Verhaltensänderungen

  • Apathisch
  • Aggressiv
  • Nervös
  • Hechelt verstärkt
  • Berührungsempfindlich
  • Hat Schmerzen
  • Schläft viel
  • Bewegungsunlust
  • „Schlittenfahren“

Bewegungsprobleme

  • Lähmungen
  • Lahmheit
  • Steifigkeit
  • Muskelzittern
  • Schmerzen bei Bewegung
  • Schonhaltung
  • Kopfschiefhaltung
  • Gleichgewichtsstörungen

Fress- und/oder Trinkverhalten ändert sich

  • Trinkt auffallend viel oder wenig
  • Verweigert Futter- oder Wasseraufnahme komplett
  • Frisst vermehrt, verliert aber Gewicht
  • Appetitlosigkeit
  • Speichelt stark

Veränderte Ausscheidungen

  • Schleimiger Kot
  • Blut im Kot
  • Blut im Urin
  • Stark eingefärbter/konzentrierter Urin
  • (Wässriger) Durchfall
  • Würmer oder Wurmsegmente werden ausgeschieden
  • Verstopfung
  • Fettkot
  • Fremdkörper wird ausgeschieden
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Inkontinenz
  • Urin wird sehr häufig aber in kleinen Mengen abgesetzt
  • Fauliger Gestank
  • Es wird noch lange gedrückt, obwohl nichts mehr kommt

Nase

  • Niesen
  • Ausfluss aus der Nase / Nase tropft
  • Atemprobleme
  • Atemnot
  • Atemgeräusche
  • Nasenbluten
  • Trockene und/oder heiße Nase

Haut- und Fellprobleme

  • Haarausfall / kahle Stellen
  • Ekzeme
  • Trockene/schuppige Haut
  • Parasiten
  • Stumpfes Fell ohne jeglichen Glanz
  • Wunden
  • Beulen/Schwellungen
  • Häufiges Kratzen oder Belecken des Fells

Augen

  • Permanent tränende Augen
  • Verkrustungen
  • Verklebtes Auge, das nur schwer zu öffnen ist
  • Eitriger Ausfluss
  • Geschwollenes Auge
  • Verletzungen im oder am Auge
  • Getrübte Linse
  • Gerötetes Auge
  • Einblutungen
  • Hund wischt dauernd mit der Pfote über die Augen

Pfoten und Co.

  • Abgerissene oder verletzte Kralle
  • Sehr lange Krallen
  • Schief gewachsene Kralle(n)
  • Spröde/rissige Ballen
  • Verletzte Ballen
  • Ständiges Benagen der Pfoten und Läufe
  • Eingetretene Fremdkörper
  • Wunden

Maul und Zähne

  • Zahnbeläge oder Zahnstein
  • Abgebrochener Zahn
  • Starker Mundgeruch
  • Permanentes Speicheln
  • Zahnfehlstellungen (können Schmerzen verursachen oder das Fressen erschweren)
  • Fremdkörper
  • Zahnfleischentzündungen
  • Blasses Zahnfleisch
  • Unvollständiger Zahnwechsel

Wann hat ein Hund Fieber?

Dies kommt ganz darauf an, ob Du beim Welpen oder ausgewachsenen Chow-Chow Fieber messen willst, denn die Normaltemperatur kann sich je nach Alter des Hundes durchaus unterscheiden.

Welpe: 39,5 °C
Erwachsener Hund: 37,5 – 39 °C

Leichtes Fieber hat Dein Chow-Chow bei Temperaturen zwischen 39 – 40 °C (Welpe über 39,5 °C). Dies kannst Du durchaus eine Weile beobachten, denn mildes Fieber ist meistens zunächst kein Grund zur Besorgnis. Im Gegenteil. Fieber hilft dem Organismus eine Krankheit zu bekämpfen und ist ein Anzeichen dafür, dass sein Immunsystem auf Hochtouren arbeitet, um einen unerwünschten Eindringling (Bakterien, Viren oder andere Keime) zu vernichten.

Ein weiterer Grund für eine leicht erhöhte Normaltemperatur könnte große körperliche Anstrengung sein. Bei einigen Hunden steigt das Quecksilber auch vorübergehend an, wenn sie sehr nervös oder aufgeregt sind. In all diesen Fällen reguliert sich die Temperatur aber innerhalb kurzer Zeit wieder auf ein normales Niveau.

Ab 40 °C hat der Chow-Chow hingegen richtiges Fieber. Neben der Anzeige auf dem Thermometer sprechen noch folgende Symptome für eine erhöhte Körpertemperatur:

  • Heiße Ohren
  • Ungewöhnlich müde
  • Dein Hund trinkt mehr als sonst oder aber fast gar nichts
  • Vermehrtes Hecheln
  • Der Chow-Chow fühlt sich warm an
  • Appetitlosigkeit

Ab 40 °C Fieber zeigen viele Vierbeiner, dass sie sich schlecht fühlen. Trotzdem sollte Fieber nicht per se verteufelt werden, da es hilft, die bestehende Krankheit schneller durchzustehen. Sollte die Temperatur sich jedoch der 41 °C Marke nähern und dieser Wert über längere Zeit anhalten, wird es langsam kritisch. Hier sollte aller spätestens (!) der Tierarzt hinzugezogen werden, denn steigt der Wert noch weiter und sogar bis auf 42 °C, wird es für den Chow-Chow richtig gefährlich. Ab 42 °C denaturieren die Proteine im Hundekörper. Dieser Vorgang ist nicht umkehrbar. Genau wie bei dem Stocken des Eiweiß in der Pfanne, verklumpen die Proteine des Hundes, was den Tod zur Folge hat. Lasse es gar nicht erst so weit kommen und stelle den Vierbeiner bei hohem Fieber immer einem Tierarzt vor. Dieser wird bei lang anhaltendem Fieber oder Temperaturen, die auf die 41 °C Marke zugehen immer Medikamente zur Fiebersenkung verschreiben.

Viel Trinken ist bei Fieber wichtig. Sollte Dein Chow-Chow wenig Lust dazu haben und sogar das Fresschen verweigern, kann ein Tierarzt mit Infusionen eine drohende Austrocknung abwenden.

Wie messe ich bei meinem Chow-Chow Fieber?

Benutze wenn möglich ein Thermometer mit flexibler Spitze (Kinderthermometer!) und fette es dünn ein. Dies minimiert das Verletzungsrisiko, wenn es eingeführt wird. Wenn Du magst, kannst Du in der Apotheke auch Einmalhüllen für das Thermometer besorgen. Diese sollten jedoch vor der Benutzung ebenfalls eingefettet werden. Die Hüllen haben den Vorteil, dass Du das Thermometer nicht nach jeder Benutzung komplett reinigen und desinfizieren musst.

Sollte Dein Chow-Chow nicht stillhalten wollen, wenn Du ihm mit dem Thermometer zu Leibe rückst, so sollte eine andere Person den Hund besser festhalten und beruhigen. Ist Dein Chow-Chow sehr wehrhaft, wenn es ums Fiebermessen geht, wäre hingegen ein Maulkorb angeraten. Halte während der gesamten Messung die Rute des Chows am Ansatz gut fest. Ist die Temperatur ermittelt, gibt es meist einen Signalton und Du kannst ablesen, ob Dein Hund Fieber hat oder nicht. Ab 40 °C sollte eigentlich immer ein Gang in die Tierarztpraxis erfolgen.

Damit es erst gar nicht zum Widerstand kommt, wenn Du Fieber bei Deinem Chow-Chow messen willst, wäre es ratsam, die Prozedur schon im Welpenalter hin und wieder zu üben. Später ist es ebenfalls ratsam, auch mal beim gesunden erwachsenen Hund Fieber zu messen, da nicht jeder Vierbeiner die gleiche Normaltemperatur (diese kann zwischen 37,5 °C und 39 °C schwanken) hat. Diese zu wissen wäre aber ratsam, um beurteilen zu können, ob Dein Chow nun eine erhöhte Temperatur hat oder nicht.

Hunde, die im Ruhezustand nämlich eine Temperatur von 37,5 °C aufweisen, fühlen sich bei 39 °C vielleicht schon hundeelend, während bei anderen Vierbeinern dies die Normaltemperatur ist und sie sich absolut gut und gesund fühlen.


Was tun, wenn mein Chow-Chow Durchfall hat?

Durchfall ist ebenfalls ein Symptom für eine andere Erkrankung. Auch hier kann normalerweise bis zu zwei Tage abgewartet werden, ob der Durchfall von allein wieder verschwindet. Dies solltest Du jedoch nur tun, wenn der ungeformte Stuhl gelegentlich auftritt, keinerlei weiteren Beschwerden auftreten und Du keine Beimengungen im Kot entdeckst, wie etwa Schleim oder Blut.

Denn auch bei gesunden Hunden kommt Durchfall hin und wieder vor. Gründe könnten eine zu rasche Futterumstellung sein. Der Magen-Darm-Trakt kann sich in diesem Fall nicht so schnell auf die neue Fütterungsart einstellen und reagiert mit dünnem Kotabsatz. Ebenso kann sehr fetthaltige Kost, den Kot beim Chow-Chow flüssig werden lassen. Ist Dein Rasseexemplar besonders sensibel, können sogar Stress und ungewohnte Situationen Durchfall auslösen.

Ist der Durchfall nach 48 Stunden nicht weg, sollte ein Tierarzt die Situation beurteilen und gegebenenfalls eine Therapie einleiten. Noch früher sollte eine Praxis aufgesucht werden, wenn Dein Chow-Chow völlig unkontrolliert Kot absetzt und es beispielsweise gar nicht mehr bis vor die Haustür schafft oder er gleich mehrmals am Tag Durchfall hat.

Bei folgenden Symptomen sollten ebenfalls die Alarmglocken schrillen:

  • Sehr wässriger Durchfall
  • Es werden Würmer oder Wurmsegmente ausgeschieden
  • Helles (frisches) oder dunkles (altes) Blut im Kot
  • Flüssigkeitsaufnahme ist enorm wichtig bei Durchfall. Trinkt Dein Hund wenig bis gar nicht, droht eine Dehydration.
  • Der Kot ist von Schleim durch- oder überzogen
  • Der Vierbeiner hockt noch lange und drückt, obwohl kein Kot mehr kommt

Ob dem Durchfall eher harmlose Ursachen zugrunde liegen oder eine schlimmere Erkrankung dahintersteckt, kann nur der Tierarzt beurteilen. Mögliche Auslöser für Durchfall beim Chow-Chow können sein:

  • Allergische Reaktionen
  • Infektionskrankheiten
  • Vergiftungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Parasiten
  • Stress

Kann ich Durchfall beim Chow-Chow selbst behandeln?

Ja. Tritt durchfall bei Deinem Chow mehr als einmal auf, solltest Du ihm zunächst einmal das Futter für einen Tag entziehen (maximal zwei Tage). So gibst Du dem strapazierten Verdauungstrakt Zeit, sich zu erholen. Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wenn nötig, biete anstatt Wasser eine leichte Hühnerbrühe an, um den Chow zum Trinken zu überreden. Droht eine Austrocknung, kann der Tierarzt mit Infusionen dagegen steuern und den Flüssigkeitshaushalt wieder in Einklang bringen.

Kam nach spätestens zwei Tagen kein breiiger oder gar flüssiger Kotabsatz mehr, starte langsam mit Schonkost, anstatt wieder das gewohnte Futter anzubieten. Gut geeignet sind beispielsweise schön weich gekochte Kartoffeln, Möhren oder Reis. Für Geschmack sorgt gekochtes Hähnchen und ein wenig von der Hähnchenbrühe, damit Dein Chow-Chow zulangt und wieder zu Kräften kommt. Diese Lebensmittel belasten nicht, sind leicht verdaulich und machen den Hund trotzdem satt. Tritt nach Einführung der Schonkost erneut Durchfall auf, bringe den Hund besser in eine Tierarztpraxis.


Ist Erbrechen ein Grund zur Sorge?

Erbrechen beim Chow-Chow ist keine eigene Krankheit an sich, sondern mehr ein Symptom einer anderen Grunderkrankung. Häufig ist Erbrechen kein Grund zur Sorge und kann durchaus harmlose Ursachen haben. Dazu zählen:

  • Zu wenig gefressen oder der Abstand zwischen zwei Mahlzeiten ist zu groß. Hier erbricht der Chow-Chow gelbe und schleimige Gallenflüssigkeit. Füttere häufiger oder biete etwas größere Mahlzeiten an.
  • Zu hastig gefressen. Die Futterbrocken wurden nicht ausreichend zerkleinert und der Hund schluckt zudem viel Luft. Dies kann dazu führen, dass die Mahlzeit wieder hochkommt. Ein spezieller Futternapf gegen das Schlingen kann hier Abhilfe schaffen.
  • Das Futter war zu kalt. Wenn Du angebrochenes Nassfutter beispielsweise im Kühlschrank aufbewahrst, solltest Du es zunächst auf Raumtemperatur bringen, ehe es im Fressnapf landet.
  • Dein Chow-Chow hat Gras gefressen und würgt dieses kurze Zeit später wieder hervor. Dies ist nichts Ungewöhnliches. Dein Chow-Chow könnte leichte Magenprobleme haben oder hat etwas Falsches gefressen, das er wieder loswerden möchte.
  • Hundewelpen fressen manchmal ihr Futter, würgen es wieder hervor und verspeisen es erneut. Was für uns Menschen wenig appetitlich anmutet, ist für die Racker jedoch absolut harmlos und kommt bei Welpen recht häufig vor.
  • Hat Dein Chow-Chow einen grösseren Gegenstand verschluckt oder einen Fremdkörper, so reagiert der Körper als Selbstschutz ebenfalls mit Husten, Würgen und Erbrechen.

In all diesen Fällen ist Erbrechen nicht weiter schlimm und meist ebenso schnell vorbei, wie es aufgetreten ist. Du kannst Übelkeit bei Deinem Chow-Chow also durchaus für ein oder zwei Tage beobachten. Sollte sich die Häufigkeit des Übergebens jedoch erhöhen oder Dein Hund noch weitere Symptome zeigen, zögere nicht lange und bringe ihn zum Tierarzt.

Denn bei Erbrechen können durchaus auch ernstere Ursachen zugrunde liegen. Beispielsweise:

  • Infektionskrankheiten
  • Vergiftung
  • Allergien
  • Tumore
  • Fremdkörper oder große Nahrungsbrocken stecken fest
  • Futtermittelunverträglichkeit
  • Würmer (sind diese im Erbrochenen sichtbar, ist es höchste Zeit zum Arzt zu gehen!)
  • Magen-Darm-Probleme wie z.B. Entzündungen
  • Angst und Stress
  • Diabetes

Wann ist das Hinzuziehen eines Tierarztes sinnvoll?

  • Würgen und Erbrechen sind nach 48 Stunden nicht verschwunden
  • Es werden Würmer hervorgewürgt
  • Du vermutest es könnte sich um eine Vergiftung handeln
  • Blutbeimengungen sind sichtbar
  • Der Chow-Chow übergibt sich gleich mehrmals täglich
  • Du hörst Atemgeräusche oder dein Hund entwickelt eine Atemnot
  • Permanentes Würgen ohne anschließendes Erbrechen deutet auf einen Fremdkörper hin

Achtung: Vergiftungserscheinungen beim Hund erkennen!

Bei Vergiftung denken die meisten Menschen gleich an Giftköder von Hundehassern, die mit Rattengift, anderen gefährlichen Substanzen, Nägeln oder Rasierklingen gespickt sind. Doch eine Vergiftung kann auch fernab solcher Gefahren und sehr schleichend entstehen.

Durch eine falsche oder sehr einseitige Ernährung beispielsweise. Frisst der Chow-Chow über einen längeren Zeitraum fuer ihn völlig ungeeignete Lebensmittel, so kann ihn dies langfristig richtig krank machen oder eben vergiften. Dies gilt für viele Lebensmittel, die für den Menschen zwar bekömmlich und gesund, für Vierbeiner aber enorm gesundheitsgefährdend sind.

Ebenso muss eine Vergiftung nicht auf der Gassirunde geschehen, sondern kann auch bei Dir zu Hause passieren. Wenn Dein Chow-Chow den Müll durchwühlt beispielsweise oder an giftigen Topf- oder Gartenpflanzen knabbert. Auch frei zugängliche Medikamente oder Putzmittel können dem Vierbeiner zum Verhängnis werden.

Hat Dein Chow-Chow tatsächlich eine giftige Substanz aufgenommen, wird er ein oder vielleicht auch mehrere Symptome zeigen:

  • Würgen
  • Erbrechen
  • Blut im Kot/Urin/Erbrochenen
  • Zittern
  • Untertemperatur
  • Sehr blasses bis weisses Zahnfleisch und blasse Schleimhäute (Achtung: Akutes Kreislaufversagen!)
  • Starkes Hecheln und Speicheln
  • Rasender Puls
  • Atemnot/Atemprobleme
  • Bewusstlosigkeit

Was tun, wenn mein Chow-Chow eine Vergiftung hat?

Selbst, wenn Du eine Vergiftung nur vermutest, solltest Du schnell handeln:

  • Nicht in Panik verfallen! Ruhig bleiben!
  • Bringe den Chow-Chow auf schnellstem Wege zum Tierarzt oder in eine Tierklinik
  • Benutze eine (Rettungs-) Decke, um den Hund warm zu halten
  • Verabreiche Aktivkohle, falls Dein Hund das Gift oral aufgenommen hat. Die genaue Dosierung schon lange vor einem Notfall errechnen oder den Tierarzt fragen
  • Führe kein Erbrechen herbei, um das Gift aus dem Hund zu bekommen. Je nach Substanz kann dies mehr schaden, als nutzen. Der Hund wir den Magen gegebenenfalls auspumpen.
  • Verwende keine Maulschlinge! Dein Chow kann sich sonst nicht übergeben, falls er das muss.
  • Nimm eine Probe dessen mit, was der Chow-Chow gefressen hat oder womit er Kontakt hatte. Trage vorsichtshalber Handschuhe beim Einsammeln.
  • Du kannst auch etwas Kot oder Erbrochenes mit in die Praxis nehmen. Auch so lassen sich Rückschlüsse auf das Gift ziehen.

Das Fiese bei einigen Giftködern und giften Substanzen ist übrigens, dass Symptome einer Vergiftung nicht immer unmittelbar auftreten, sondern durchaus zeitverzögert zutage treten können. So kann die eigentliche Ursache für die Vergiftung schon einige Tage zurückliegen. Dies ist zum Beispiel bei Rattengift der Fall. Einige Produkte sorgen erst Tage später für besorgniserregende Anzeichen einer Vergiftung.


Ohrentzündungen beim Chow-Chow: Ursachen und Vorbeugung

Ohrentzündungen sind für den Hund sehr lästig und vor allem auch schmerzhaft. Sie können das Wohlbefinden stark beeinträchtigen, sind in der Regel an folgenden Symptomen aber schnell zu erkennen:

  • Häufiges Kopfschütteln
  • Kopf wird schief gehalten
  • Kratzen an den Ohren
  • Permanentes Schütteln führt manchmal zu Schwellungen an den Ohren
  • Die Ohren stinken
  • Extrem viel Ohrenschmalz
  • Dunkle, krümelige Ablagerungen im Gehörgang und der Ohrmuschel
  • Koordinationsprobleme/torkelnder Gang
  • Empfindlich bei Berührung der Ohren
  • Wunden (durch Schütteln oder Kratzen meist selbst zugefügt)
  • Gleichgewichtssinn lässt nach

Bemerkst Du solche Anzeichen bei Deinem Hund, solltest Du nicht lange zögern und einen Tierarzt aufsuchen. Ohrentzündungen können vielfältige Ursachen haben und benötigen eine gezielte Behandlung.

Produziert der Chow-Chow beispielsweise zu viel Ohrenschmalz, verhindert dies eine gute Ventilation der Ohren und das feucht-warme Klima im Gehörgang ist ein hervorragender Nährboden für Bakterien, Pilze und andere Keime. Auch Parasiten können es sich im Ohr des Chow-Chows gemütlich machen. Neben Zecken sind dies vor allem Ohrmilben, die einen lästigen Juckreiz verursachen und denen mit einer normalen Ohrreinigung nicht beizukommen ist. Als weitere Ursachen für Entzündungen kommen Fremdkörper oder kleinere Wunden infrage. Letztere können sich schnell infizieren und somit größere Probleme bereiten.

Der Tierarzt wird das Ohr gründlich reinigen und desinfizieren. Je nach Ursache für die Ohrentzündung werden unterschiedliche Therapiemaßnahmen eingeleitet. Ein Anti-Parasitenmittel könnte zum Einsatz kommen, ebenso wie Antibiotika, um vorhandene (Sekundär-) Infektionen zu bekämpfen. Um dem lästigen Juckreiz beizukommen, verabreicht der Tierarzt hingegen Kortison. Ist das Ohr wieder gesund und sauber, rät der Veterinär unter Umständen dazu, die Ohren des Chow-Chows regelmäßig mit einer Reinigungslotion zu säubern.

Wie kann ich eine Ohrentzündung beim Chow-Chow verhindern?

Normalerweise reinigt sich der Gehörgang des Hundes selbst und eine Intervention ist nur notwendig, wenn sich zu viel Dreck oder Ohrenschmalz angesammelt haben. Um dies zu prüfen reicht ein kurzer Blick in die Lauscher Deines Hundes. Reinige die Ohren nur bei Bedarf und nimme dazu ein fuesselfreies Tuch oder ein Stück Küchenpapier. Säubere die Ohrmuschel von innen nach außen und lasse den Gehörgang in Ruhe. Verwende für das andere Ohr ein zweites sauberes Tuch, um eine Übertragung von möglichen Keimen zu verhindern. Bei festsitzenden Verkrustungen kann das Tuch angefeuchtet werden oder Du verwendest eine Ohrreinigungslotion.


Was gehört in die Hausapotheke des Chow-Chows?

Kleinere Blessuren und Unfälle sind schnell geschehen. Eine angerissene Kralle, eine kleine Wunde oder ein eingetretener Fremdkörper zum Beispiel. Es ist gut, wenn Du für den Fall der Fälle vorbereitet bist und solche Verletzungen zunächst selbst versorgen kannst, ehe Du im Zweifelsfall einen Tierarzt hinzuziehst. Außerdem ereignet sich so mancher Unfall außerhalb der Sprechzeiten oder sogar am Wochenende.

Eine gut sortierte Notfallapotheke für den Hund kann also helfen, solche Zeiträume zu überbrücken oder in einer Gefahrensituation besser handeln zu können. Denn nicht immer ist eine Krankheit oder ein Unfall so minderwertig, dass abgewartet werden kann.

Manchmal zählt jede Sekunde und wer sich in Erster Hilfe am Hund auskennt, kann seinem Chow-Chow womöglich eines Tages das Leben retten. Denn eine Hundeapotheke zu Hause ist gut, aber wer weiß, wie die einzelnen Komponenten angewendet werden müssen, ist klar im Vorteil. Besuche also einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für Vierbeiner oder kaufe ein gutes Buch (weiter unten in der Shoppingsliste), was sich dieses Themas annimmt. Du findest online auch Videos zur Ersthilfe am Hund.

Folgender Inhalt wäre für eine Notfallapotheke denkbar. Dieser kann natürlich erweitert oder verringert werden, ja nach Geldbeutel und Ansprüchen Deines Hundes. Vierbeiner mit chronischen Krankheiten, Fellproblemen, Allergien oder anderen bekannten Problemen bedürfen eventuell spezieller Medikamente oder Pflegeutensilien.

  • Schere
  • Handschuhe
  • Zeckenzange
  • Flohkamm
  • Pflaster
  • Verbandsmaterial
  • Elastische Binden
  • Fixierbinden
  • Sicherheitsnadeln
  • Fieberthermometer und evtl. Einmalhüllen
  • Krallenzange
  • Pinzette
  • Vaseline oder eine andere Fettcreme
  • Taschenlampe (z.B. um ins Maul zu leuchten)
  • Einwegspritzen
  • Pillenzerkleinerer
  • Maulkorb oder Maulschlinge (Verletzte Hunde reagieren auf schmerzhafte Berührungen manchmal bissig)
  • Handdesinfektionsmittel
  • Wunddesinfektionsmittel (am besten eines, das nicht brennt)
  • Flohkamm
  • Wattepads/Wattetupfer
  • Aktivkohle (für Vergiftungen)
  • Lupe
  • Blutstillerstift
  • Rettungsdecke
  • Kühlpad/Kühlakku (im Kühlschrank aufbewahren!)
  • Hundeschuh
  • Kleine Plastikbehälter für Kot- und Urinproben oder für Giftproben
  • Medikamente (z.B. gegen Reiseübelkeit oder für bestehende Krankheiten)

Checkliste für ein gesundes Chow-Chow Leben

  • Kauf bei einem seriösen Züchter, dem Wesen und Gesundheit seiner Tiere wichtig sind.
  • Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
  • Sei sparsam mit Leckerchen und Naschereien zwischendurch.
  • Vermeide unbedingt Übergewicht!
  • Der Chow-Chow bekommt keine Reste vom Tisch!
  • Keine gekochten Knochen verfüttern!
  • Informiere Dich über giftige und ungeeignete Lebensmittel für Hunde.
  • Stelle 24 Stunden am Tag frisches Trinkwasser bereit
  • Beschäftige deinen Chow-Chow körperlich und geistig.
  • Leinenführigkeit und Abrufbarkeit helfen, Gefahren und Unfälle auf Spaziergängen und im Alltag zu vermeiden.
  • Eine solide Erziehung sorgt ebenfalls für mehr Sicherheit.
  • Nimm Vorsorgetermine beim Tierarzt wahr. Insbesondere, wenn Dein Chow-Chow in die Jahre kommt.
  • Impfungen helfen, viele gefährliche Krankheiten zu vermeiden.
  • Suche den Chow regelmäßig nach Parasiten ab und verabreiche Wurm- und Flohkuren nach Bedarf oder vierteljährlich.
  • Zahnpflege beim Hund ist wichtig! Sie hält nicht nur das Gebiss gesund, sondern verhindert Sekundärerkrankungen, die durch Entzündungen und Zahnstein entstehen können.
  • Pflege den Chow-Chow regelmäßig und beschränke Dich nicht nur auf die Fellpflege, sondern pflege den Hund ganzheitlich. So kannst Du erste Krankheitsanzeichen, Verletzungen oder Parasiten meistens schnell ausmachen.
  • Die Pflege bezieht auch sämtliches Zubehör des Hundes mit ein. Reinige Leinen, Körbchen, Näpfe, Transportbox usw. und sortiere beschädigte Accessoires aus.
  • Der Chow-Chow eignet sich nicht für die Zwingerhaltung. Familienanschluss bzw. sein Lieblingsmensch ist dem Chow sehr wichtig.
  • Sorge für ein hundegerechtes und sicheres Zuhause. Entschärfe oder entferne mögliche Gefahrenquellen.

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