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Chow-Chow in Not – Hund mit Vergangenheit

Hunde aus dem Tierschutz sind nie Schuld an ihrer misslichen Lage, sondern immer ein Opfer widriger Umstände. Auch der Chow-Chow als Rassehund kann in Not geraten und bildet da keine Ausnahme. Viel falsch machen kann so ein Vierbeiner natürlich nicht, seine Besitzer allerdings schon. Der Hund wird nicht oder nur schlecht erzogen, Krankheiten werden ignoriert, bis sie zum echten Problem werden, die Pflege wird vernachlässigt und somit immer aufwendiger, der Hund wird stundenlang sich selbst überlassen und mehr. Ebenso kann eine artgerechte Haltung womöglich nicht mehr gegeben sein, die Besitzer haben einfach genug von dem Vierbeiner oder sind überfordert.

Meistens fällt es den Besitzern jedoch durchaus schwer, den Vierbeiner abzugeben. Besonders, wenn er schon lange ein Teil der Familie war. So eine Entscheidung wird oft nicht leichtfertig getroffen, sondern aus der Not heraus.

Doch welche Gründe auch immer zum Chow-Chow in Not geführt haben, Du kannst helfen und einem Chow aus dem Tierschutz eine zweite Chance geben. Oftmals haben diese Tiere ihr Päckchen zu tragen und kommen eben mit einer Vergangenheit in ihr neues Zuhause. Wichtig sind ein liebevoller Umgang, viel Geduld und noch mehr Hundekenntnis, um den Chow-Chow wieder zu einem tollen Hund zu machen und ihm wieder das Vertrauen in die Menschen zu schenken.

Lies weiter und erfahre, wie der Chow in Not geraten kann, was Du unternehmen kannst, um solch einer armen Seele zu helfen, und mit welchen Schwierigkeiten Du mitunter rechnen musst.


Wie gerät ein Chow-Chow in Not?

Überforderung der Besitzer

Der Chow-Chow ist kein Hund für Jedermann. Er hat besondere Ansprüche an seine Besitzer und kann während der Erziehung und Ausbildung zu einer wahren Herausforderung werden. Wer nur des imposanten und einmaligen Aussehens wegen einen Chow-Chow kaufen möchte, sollte von diesem Unterfangen also lieber sofort absehen. Klar, ein Welpe ist niedlich und leicht zu handhaben, aber er bleibt eben nicht ewig so klein. Spätestens in der Pubertät (Flegelphase) tanzt Dir der Hund dann schnell auf der Nase rum, zerrt an der Leine, spielt den Boss oder zerstört Dinge im Haus.

Das Zusammenleben mit einem schlecht erzogenen Hund macht keinen Spaß und kann zur Kraft- und Geduldsprobe werden. Viele Halter sind dabei nicht gewillt, an den Problemen zu arbeiten oder sich professionelle Hilfe zu holen. Entweder, weil sie keine Zeit haben oder nicht die Lust dazu. Die Folge: Der Hund landet im Tierheim.

Überforderung kann aber noch aus anderen Gründen entstehen. War die Hundehaltung zunächst kein Problem, aber nun ist der Besitzer beruflich sehr eingespannt, kann es zu Schwierigkeiten kommen. Ebenso fühlen sich viele Halter überfordert, wenn neben dem Hund auch noch zweibeiniger Nachwuchs da ist und einem alles über den Kopf zu wachsen scheint. Beruf, Kinder, Haushalt, Hund … da gibt es schnell auch zeitliche Probleme und dem Hund kann womöglich keiner mehr gerecht werden.

Finanzielle Probleme

Die finanzielle Verantwortung kann entweder komplett unterschätzt worden sein, oder es gab eine Veränderung, die plötzlich zu finanziellen Problemen führt. Hat der Chow-Chow eine chronische Krankheit beispielsweise oder benötigt eine teure OP, so können Rücklagen schnell aufgebraucht sein. Darum ist es mitunter eine gute Idee, über eine Kranken- oder OP-Versicherung für den eigenen Vierbeiner nachzudenken. Natürlich gibt es noch andere Gründe für finanzielle Probleme, wie beispielsweise Arbeitslosigkeit des Besitzers.

Wer seinen Hund nicht mehr ausreichend versorgen kann, muss ihn aber nicht zwingend sofort abgeben. Es gibt Tiertafeln, die den Vierbeiner zumindest mit Futter versorgen und dort wird Dir vielleicht sogar Auskunft gegeben, welche Tierärzte auch ehrenamtlich behandeln. Auch das Tierheim kann manchmal helfen, zumindest vorübergehend. Dauerlösungen sind dies aber alles nicht.

Veränderte berufliche Situation

Wer nach einer beruflichen Veränderung finanziell schlechter dasteht, hat womöglich Probleme, seinen Chow-Chow weiterhin zu halten. Denkbar wäre jedoch auch ein Ortswechsel, bei dem der Hund nicht unbedingt mit kann. Zum Beispiel, wenn der Arbeitsplatz ins Ausland verlegt wird. Arbeitslosigkeit ist auch ein großer Faktor, wie der Chow-Chow in Not geraten kann.

Auch längere Arbeitszeiten, Schichtdienst, lange Anfahrtszeiten, häufige Geschäftsreisen und dergleichen können die Hundehaltung erschweren. Sitzt der Chow-Chow nur noch den ganzen Tag alleine zu Hause rum, so ist dies wenig artgerecht. Wenn sich niemand in Deiner Abwesenheit um den Vierbeiner kümmern kann, wäre es also traurigerweise vielleicht besser, er käme in eine neue Familie, die mehr Zeit für ihn hat.

Allergie

Im besten Fall testen sich alle Familienmitglieder auf eine Tierhaarallergie, noch ehe der Vierbeiner einzieht. Falls tatsächlich jemand allergisch reagiert, wäre eine Desensibilisierung denkbar, die jedoch langwierig ist und nicht immer von Erfolg gekrönt ist.

Doch eine Allergie kann auch noch später im Leben auftreten oder der zweibeinige Nachwuchs reagiert allergisch auf den Hund. Denkbar wäre ebenso, dass der neue Partner eine Allergie hat. Da mit dieser Erkrankung nicht zu spaßen ist und je nach Ausprägung sogar gefährlich werden kann, muss der Vierbeiner manchmal weichen.

Umzug oder Auswanderung

Es kann sehr schwer werden, eine neue Bleibe zu finden, wenn Du Hundehalter bist. Oftmals sind Hunde von vorne herein nicht gestattet und werden auch auf Nachfrage nicht geduldet. Vermieter möchten so vermeiden, sich einen Kläffer ins Haus zu holen oder glauben, ein Vierbeiner verschmutzt alles. Dies ist natürlich Unfug. Wenn Du umziehen musst oder willst, solltest Du Dich also frühzeitig um eine neue Wohnung bemühen. Ist Dein Chow-Chow gut erzogen und weiß sich daheim zu benehmen, dürfte es auch keinerlei Probleme geben.

Schwieriger wird es allerdings, wenn ein Umzug ins Ausland ansteht. Wanderst Du dauerhaft aus, kann der Vierbeiner manchmal nicht mit. Beispielsweise weil er zu alt ist und die beschwerliche Reise nicht schaffen würde (Flugreise) oder das Klima am neuen Wohnort für die Rasse nicht geeignet ist etc.

Der Chow-Chow ist ein „Scheidungskind“

Sollten sich zwei Partner trennen, wird normalerweise einer den Hund haben wollen. Vielleicht streiten sich sogar beide Parteien um den Vierbeiner. Manchmal kommt es jedoch auch vor, dass niemand den Chow-Chow nach der Scheidung oder Trennung möchte, weil er eine Erinnerung an diese alte Zeit darstellt. Somit wird der Chow-Chow zum „Scheidungskind“ und gleichzeitig zum Notfall.

Der Besitzer verstirbt

Sicherlich der traurigste Grund, warum ein Chow-Chow in Not geraten kann. Wenn Herrchen oder Frauchen verstirbt, verliert der Hund nicht nur seinen Menschen, sondern auch sein liebevolles Zuhause. Zumindest dann, wenn es keine weiteren Familienmitglieder geben sollte, die sich weiterhin um den Hund kümmern. Möchten auch andere Verwandte oder Freunde die Verantwortung für den Chow-Chow nicht, bleibt nur die Vermittlung oder die Abgabe in ein Tierheim. Dies wäre doppelt traumatisch für den Hund.


Ich muss meinen Chow-Chow abgeben – Was kann ich tun?

Schön, dass Du Dir diese Frage stellst und den Chow nicht einfach an der nächsten Straßenecke aussetzt. Immer noch landen nämlich jedes Jahr zahlreiche Vierbeiner auf der Straße oder werden irgendwo angebunden, weil ihre Besitzer überfordert sind oder ihnen die Tiere einfach zu lästig wurden. Dabei ist es in der Tat zunächst einmal nicht einfach, sich einzugestehen, dass die Hundehaltung nicht mehr machbar ist. Zeitliche, berufliche oder finanzielle Faktoren können bei der Entscheidung eine Rolle spielen. Oder aber die Verantwortung wurde schlichtweg unterschätzt.

Welche Gründe auch immer für die Abgabe verantwortlich sind, niemals sollte der Hund ausgesetzt werden! Dies ist ein kaltschnäuziges und grausames Unterfangen. Der Chow-Chow wäre total verzweifelt und verängstigt. Er wird von seinem Menschen im Stich gelassen und einfach wie ein Stück Abfall weggeworfen. Dies kann traumatisierend sein und den Hund in seinem Glauben an die Menschen tief erschüttern.

Vierbeiner, die nicht nur ausgesetzt, sondern angebunden werden, haben mitunter auch das Pech, dass sie nicht gefunden werden. Durch die Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird ihnen auch nicht die Chance gegeben, nach Futter oder einem Unterschlupf zu suchen. Verzweifelte Befreiungsversuche können Verletzungen herbeiführen und manchmal verendet der Hund einfach elendig, weil er beispielsweise verhungert.

Die bessere Alternative wäre, den Chow-Chow in ein Tierheim zu bringen. Es mag Dir peinlich sein (Muss es aber nicht!), aber zum Wohle Deines Hundes solltest Du definitiv die Fahrt zum Tierheim aufnehmen und ihn dort abgeben. Dort musst Du in der Regel eine kleine Abgabegebühr bezahlen, aber normalerweise nimmt auch jedes Tierheim den Hund an, wenn diese Gebühr verweigert wird.

Zudem kannst Du dort sämtliche Papiere des Chow-Chows abgeben und dem Personal etwas über die Eigenheiten, Vorlieben und Charakterzüge Deines ehemaligen Hundes verraten. Dies kann bei einer Vermittlung ungemein helfen und macht es auch für die Helfer im Tierheim einfacher, auf die Bedürfnisse und Besonderheiten des Abgabehundes einzugehen.

Bevor Du jedoch diesen drastischen Schritt gehst und den Chow im Tierheim abgibst, kannst Du Dich zunächst auch selbst um die Vermittlung in ein neues Zuhause bemühen.

Die Vorteile einer privaten Vermittlung:

• Der Chow verbleibt bis zur Abgabe in seiner gewohnten Umgebung und bei seinen Menschen.
• Du weißt, wo Dein Hund hinkommt, und kannst ihn später vielleicht noch einmal besuchen.
• Du lernst die neuen Besitzer kennen und weißt, zu was für einer Familie er kommt.
• Dieser Vorgang ist sicherlich am stressfreiesten für Deinen ehemaligen Schützling.

Du kannst den Chow über eine Kleinanzeige versuchen zu vermitteln. Beispielsweise auf unserer Seite unter der Rubrik „Anzeigen„.

Ist die Abgabe des Hundes sehr dringend, bleibt aber leider oftmals nur das Tierheim oder eine private Pflegestelle, die mit diesem zusammenarbeitet. Wer seinen Chow-Chow von einem Züchter hat, könnte dort auch nachfragen, ob dieser den Hund zurück möchte. Manchmal gibt es sogar entsprechende Klauseln im Kaufvertrag.


Wo finde ich einen Chow-Chow in Not?

1. Suche hier bei uns in der Rubrik „Anzeigen“ oder gib selbst ein Gesuch auf.

2. Frage in den Tierheimen in Deiner Umgebung nach. Dort sitzen nicht nur Mischlinge sondern oft auch reinrassige Hunde, die auf ein Zuhause warten.

3. Stöbere in Online-Kleinanzeigen oder in Fachzeitschriften.

4. Es gibt Tierschutzorganisationen, die sich speziell der Vermittlung von Chow-Chows verschrieben haben. Häufig werden die Tiere auf privaten Pflegestellen umsorgt, bis sie zu ihren neuen Familien umziehen dürfen. Oftmals können sich auch Privatpersonen an solche Organisationen wenden, wenn diese einen Rassehund abzugeben haben und ihn (aus welchen Gründen auch immer) nicht mehr halten können oder wollen.

5. Tierärzte helfen mitunter auch bei der Vermittlung von Hunden. Dazu befindet sich in Tierarztpraxen oft ein Schwarzes Brett, wo Gesuche und Angebote ausgehangen werden.

6. Online finden Sie virtuelle Tierheime, die oft auch zahlreiche Rassehunde abzugeben haben. Meistens kann gezielt nach einer bestimmten Rasse gesucht werden, aber vielleicht verlierst Du Dein Herz ja auch an einen Mischling.

7. Manchmal haben Züchter ehemalige Zuchthunde abzugeben oder ein Welpe wurde zur Zuchtstätte zurückgebracht. Beispielsweise wegen Überforderung. In beiden Fällen kannst Du so manchmal einen reinrassigen Chow-Chow etwas günstiger erwerben.

8. Auch Hunde aus dem Ausland, suchen hier ihr permanentes Zuhause. Es wird oft grenzübergreifend gesucht, da die Tiere sonst leider oft ein schreckliches Schicksal ereilt: Die Euthanasie in einer Tötungsstation. Wer Glück hat, kann hingegen mit einem Flugpaten seine Reise in ein neues und hoffentlich besseres Leben antreten.


Einen Chow-Chow aus dem Ausland aufnehmen?

Anders, als in Deutschland, gehören streunende Hunde in vielen Ländern zum alltäglichen Straßenbild. Dabei leben dort nicht nur Mischlinge auf der Straße, sondern mitunter auch reinrassige Hunde, die ihren Besitzern lästig geworden sind. Zum Glück gibt es Tierschutzorganisationen, welche solche Pechvögel von der Straße holen, aufpäppeln und pflegen und diese Hunde später in liebevolle Hände vermitteln. Hunde, die Glück haben, kommen dabei auf eine private Pflegestelle und bekommen eine Kostprobe davon, wie es in einem echten Zuhause auf Lebenszeit für sie aussehen könnte.

Doch leider ereilt viele Vierbeiner auch ein anderes Schicksal. Tiere, die in Auffangstationen landen oder im Tierheim sitzen, droht manchmal der Umzug in eine Tötungsstation. Dort werden Hunde eingeschläfert, wenn einfach zu viele Vierbeiner auf ein neues Heim warten und die Kapazitäten ausgelastet oder bereits überfüllt sind. Dabei werden alte oder junge, gesunde oder kranke Hunde gleichermaßen eingeschläfert. Selbst bei den kränkelnden Kandidaten handelt es sich um Vierbeiner, die mit etwas Pflege und medizinischer Versorgung wieder gepäppelt werden könnten und anschließend absolut vermittelbar wären.

Viele Tierschutzorganisationen versuchen darum ihre Hunde immer auch über die Grenzen hinweg zu vermitteln. Für jeden Hund, der erfolgreich zu seiner neuen Familie ziehen durfte, kann ein anderer Vierbeiner aus der Tötungsstation herausgeholt werden. Da mitunter weite Strecken bis zum neuen Zuhause zurückgelegt werden müssen, arbeiten die Hilfsorganisationen teilweise mit Flugpaten zusammen. Dies sind liebe Menschen, die zwar selbst keinen Hund adoptieren möchten oder können, aber gerade in der Nähe Urlaub machen. Auf dem Flug in die Heimat können sie einen Vierbeiner mitnehmen, damit dieser zu seiner neuen Familie reisen kann (www.flugpate.com).

Wer solch einem Chow-Chow aus dem Ausland (oder auch einem Mischling) ein neues Zuhause schenken möchte, sollte sich im Klaren darüber sein, dass Straßenhunde oft fürchterliches durchleben mussten und zudem noch nicht viel kennengelernt haben. Sie müssen behutsam an die Regeln und das neue Leben fernab der Straße herangeführt werden und als erwachsene Hunde Dinge wie Stubenreinheit oder Leinenführigkeit lernen.


Chow-Chow in Not zu verschenken?

Natürlich können Tierheim und Co. ihre Schützlinge nicht einfach verschenken. Tierschutzorganisationen finanzieren sich über Spenden und die Hilfe von Freiwilligen, die tatkräftig mit anpacken. Würde jedes Tier verschenkt werden, müsste die Organisation bald schließen und könnte keinen Hunden mehr helfen.

Warum wird der Chow-Chow mit Schutzgebühr abgegeben?

Die Schutzgebühr soll sicherstellen, dass zumindest ein kleiner Teil der laufenden Unkosten gedeckt werden kann. Bei Hunden, die schon länger auf ein liebevolles Zuhause warten oder die sehr verwahrlost und krank aufgenommen wurden, steht die Schutzgebühr allerdings in keinem Verhältnis zu den bereits angefallenen Kosten für die medizinische Versorgung, Pflege und Ernährung des Tieres. Ganz zu schweigen von dem zeitlichen Aufwand, den ehrenamtliche Helfer investieren, um einen Hund zu vermitteln.

Es gibt jedoch noch mehr Gründe für die Schützgebühr und den Schutzvertrag:

• Der Hund soll nicht aus einer Laune heraus geholt werden („Kostet ja eh nichts.“)
• Das Tierheim möchte sicherstellen, dass die Versorgung des Hundes sichergestellt ist und Geldmittel vorhanden sind.
• Eine Klausel im Schutzvertrag verbietet meist den Weiterverkauf des Hundes und stellt sicher, dass der Hund ins Heim oder an die Pflegestelle zurückgegeben wird, wenn er nicht weiter behalten werden kann. Zum Beispiel aus Überforderung oder anderweitigen Gründen.
• Eine Kastrationsklausel (sofern der Hund nicht bereits kastriert worden ist) soll verhindern, dass Vermehrer versuchen, billig an einen Hund zu kommen.

Die verlangte Schutzgebühr liegt allerdings immer deutlich unter dem Preis, den ein Welpe von einem seriösen Chow-Chow Züchter kosten würde. So soll sichergestellt werden, dass auch Tierheimhunde, alte Vierbeiner oder Problemhunde eine Chance auf ein zweites und hoffentlich endgültiges Zuhause bekommen.

Allerdings kannst Du nicht einfach ins Heim spazieren, die Schutzgebühr bezahlen und Deinen Chow-Chow mitnehmen. Zuvor wirst Du von den Tierheimmitarbeitern über Deine Wohnverhältnisse, Arbeitszeiten, bisherige Hundeerfahrung etc. befragt, und es findet eine Platzkontrolle statt. Damit für den Chow-Chow in Not beste Voraussetzungen gegeben sind und er tatsächlich in gute und kompetente Hände kommt. Außerdem solltest Du den Vierbeiner auf gemeinsamen Spaziergängen im Vorfeld besser kennenlernen.

Einen reinrassigen Chow-Chow kannst Du im Ausnahmefall nur dann kostenlos erhalten, wenn Du diesen von einer Privatperson übernimmst. Und auch dies dürfte extrem selten sein. Manchmal ist den Vorbesitzern nämlich wichtiger, den Hund in guten Händen und in einem schönen und artgerechten zu Hause zu wissen, als aus dem ehemaligen Haustier noch Gewinn zu schlagen.


Worauf muss ich mich einstellen, wenn ich einen Chow-Chow in Not bei mir aufnehme?

Leider ist nicht immer etwas über die Vorgeschichte eines Notfallhundes bekannt. Handelt es sich um ein Fundtier oder einen ausgesetzten Hund beispielsweise, weiß niemand, was der Vierbeiner alles er- oder durchleben musste. Dazu könnte beispielsweise zählen:

• Misshandlungen
• Der Vierbeiner wurde ausgesetzt
• Traumatische Erlebnisse (Herrchen verstorben o.Ä.)
• Kennen kein Zusammenleben mit Menschen (Straßenhunde)
• Krankheit
• Vernachlässigung
• Schlechte oder keine Erziehung

Je nach Erfahrungen kann der Chow-Chow in Not ein ausgeglichenes Tier sein oder eben mit einigen „Ecken und Kanten“ zu seinen neuen Besitzern kommen. Durften sie noch nicht viel kennenlernen oder wurden schlichtweg falsch oder gar nicht erzogen, so sind Verhaltensauffälligkeiten bei Notfellen nicht selten. Einige sind scheu und zurückhaltend Menschen gegenüber. Zu oft wurden sie von den Zweibeinern enttäuscht. Auch Aggressivität kann ein Problem sein, wenn der Hund von Menschen bisher nur Gewalt oder Vernachlässigung kannte. Gab es keine ausreichende Sozialisierung, sind auch unerwünschte Verhaltensweisen gegenüber Artgenossen nicht selten.

Du musst Dich also darauf einstellen, nicht gerade den perfekten Chow-Chow auf einem Silbertablett serviert zu bekommen. Es könnte Dich harte Arbeit erwarten und vielleicht musst Du Dich auch von der Vorstellung, wie Dein „Traumhund“ zu sein hat lösen und es einfach auf Dich zukommen lassen.

Natürlich gibt es aber auch Vierbeiner, die aufgrund eines Todesfalles oder weil ihre Besitzer sich getrennt haben ein neues Zuhause suchen und womöglich top-erzogen sind. Aber auch hier dürfte es ein paar kleine Anlaufschwierigkeiten geben. Denn der Chow-Chow ist sehr loyal und normalerweise ein Ein-Personen-Hund. Die Umstellung in eine neue Familie wird für den Chow nicht einfach und wird Dich viel Geduld und Zeit kosten. Du musst den Hund überzeugen, dass er Dir vertrauen kann und Du kompetent und zuverlässig bist. Eine feste tägliche Routine kann dabei helfen, ebenso solltest Du ihm die Zeit geben, die er braucht.

Sein Vertrauen zu gewinnen gestaltet sich also mitunter mühsam. Außerdem könnte es sein, dass Du an Verhaltensproblemen arbeiten musst. Der Chow-Chow ist ohnehin nicht für Anfänger geeignet und ein Chow aus dem Tierschutz darum schon mal gar nicht. Hunderfahrene neue Halter sind absolut wünschenswert. Und selbst dann sollte manchmal besser die professionelle Hilfe eines Hundetrainers in Anspruch genommen werden.

Doch nicht immer liegt die Vergangenheit des Chow-Chows im Dunkeln. Befindet sich der Chow-Chow beispielsweise schon längere Zeit im Tierheim, können die dortigen Mitarbeiter einige Auskunft über ihren Schützling geben. Gleiches gilt, falls Du den Hund von seinen Vorbesitzern übernimmst. Vorausgesetzt, diese sagen die Wahrheit und verschönern nichts, sollte Dir reichlich über den Vierbeiner erzählt werden können. Auch Pflegestellen kennen ihre Hunde sehr gut. Oftmals sogar besser, als das Tierheimpersonal, da Hunde auf solch einer privaten Pflegestellen sich in einem familiären Umfeld befinden und oft sehr schnell aufblühen.

Über Folgendes könnte Dir Auskunft gegeben werden:

• Trainingsstand
• Verträglichkeit mit anderen Tieren
• Verträglichkeit mit Geschlechtsgenossen oder Hunden des anderen Geschlechts
• Individueller Charakter
• Sozialverhalten
• Besondere Eigenheiten
• Verhaltensauffälligkeiten oder Unarten
• Krankheiten und Gesundheitszustand
• Alter (wobei dies auch vom Tierarzt geschätzt sein kann)
• Geeignet für Familien mit Kindern
• Eignung als Zweithund
• Vorgeschichte / bisheriges Leben (Fundtier, Straßenhund, Hund aus dem Ausland usw.)
• Vorlieben bezüglich Futter, Spiele, Menschen usw.

Mit welchen Problemen könnte ich konfrontiert werden?

Notfelle aus dem Tierschutz sind immer Hunde mit Vorgeschichte. Diese war nicht immer rosig und manchmal ist gar nichts über den Vierbeiner bekannt. So müssen sich Pflegestellen und Neubesitzer vorsichtig an den Hund herantasten und seine Bedürfnisse und Eigenheiten erst einmal kennenlernen.

Probleme, die der Hund mitbringen könnte, wären beispielsweise:

• Angstbeißen
• Aggression
• Keinerlei Erziehung genossen
• Gesundheitliche Probleme (oftmals bei Hunden aus dem Ausland)
• Fehlendes Vertrauen in Menschen
• Unerwünschtes oder ängstliches Verhalten gegenüber einer bestimmten Personengruppe wegen schlechter Erfahrungen (z.B. aggressiv gegenüber Männern etc.)
• Scheu
• Stubenreinheit ist nicht gegeben (Straßenhunde!)
• Keine Leinenführigkeit (Straßenhunde!)
• Unarten, die aus mangelnder Erziehung oder Langeweile entstanden sind
• Traumatisiert (langer Tierheimaufenthalt, Herrchen verloren, von anderen Hunden gebissen, ausgesetzt usw.)

Natürlich bringt nicht jeder Chow-Chow aus dem Tierschutz Probleme mit sich. Es gibt ausreichend Hunde, die einfach nur Pech hatten und im Tierheim gelandet sind. So kann es durchaus sein, dass der Chow keinerlei besonderes Training benötigt und auch sonst gut erzogen ist. Trennungsschmerz könnte natürlich trotzdem ein Thema sein, aber mit viel Liebe und Geduld ist dies sicherlich hinzukriegen.

Übrigens:

Du solltest einen Chow-Chow in Not nicht allein an seinem Verhalten im Tierheim beurteilen. Hunde, die im Tierheimzwinger in der hintersten Ecke sitzen, sich nicht zeigen oder gar unerwünschtes Verhalten an den Tag legen, blühen in einem liebevollen und kompetenten Zuhause durchaus auf und werden die anhänglichsten und tollsten Hunde überhaupt! Darum legen die meisten Tierheime auch wert darauf, dass sich Mensch und Tier auf gemeinsamen Spaziergängen kennenlernen und es auch Testtage im eigenen Zuhause gibt. So können sich Zwei- und Vierbeiner ausreichend beschnuppern und merken oftmals schnell, ob die Chemie stimmt, oder eben nicht.


Auch erwachsene Chow-Chows suchen ein schönes Zuhause!

Ja, Chow-Chow Welpen sind mehr als süß. Niemand kann es Dir verdenken, wenn Du so ein niedliches Fellknäuel nach Hause holen und großziehen möchtest. Im Tierschutz finden sich allerdings nur selten Welpen, sondern es handelt sich fast immer um erwachsene Tiere. Und so warten diese nicht selten lange Zeit auf ein neues Zuhause. Völlig zu Unrecht! Ein erwachsener Hund hat nämlich oft eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber den tapsigen Welpen:

• Oft sind diese Hunde stubenrein
• Sie kennen die Basiskommandos
• Sie haben die Grunderziehung hinter sich
• Leinenführigkeit ist kein Problem
• Sie haben bereits gelernt, ein paar Stunden alleine zu bleiben
• Wurden sozialisiert
• Können sich im neuen Zuhause benehmen und kennen die Regeln im Zusammenleben mit Menschen

Bedenke außerdem: Auch ein Chow-Chow Welpe wird irgendwann groß und rückblickend ist er doch eigentlich nur sehr kurze Zeit so mini. Die Lebenserwartung des Chow-Chows liegt dabei bei bis zu 15 Jahren. Wer also einem ausgewachsenen Rassevertreter eine Chance gibt, kann durchaus noch sehr lange Freude an dem Hund haben.

Sehr schwer mit der Vermittlung wird es allerdings, wenn es sich bereits um einen alten Chow handelt. Hundesenioren warten manchmal leider vergeblich auf ein liebevolles neues Zuhause. Was für ein trauriges Schicksal ist es doch, im Tierheim den Lebensabend zu verbringen und womöglich sogar dort zu versterben. Auch graue Schnauzen verdienen eine zweite Chance und eine tolle Familie, die den alten Vierbeiner willkommen heißen und ihm zeigen, was Liebe ist. Da ältere Vierbeiner meist ruhiger sind und weniger Bewegung benötigen, sind sie auch ein wenig anspruchsloser an die Haltung, als ein quirliger Welpe. Dies kann für die neuen Besitzer von Vorteil sein.


Warum es sich lohnt, einem Chow-Chow in Not eine zweite Chance zu geben!

Zugegeben, es ist nicht immer einfach, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen. Je nach Vorgeschichte kommt ein Haufen Arbeit auf Dich zu und Du musst manchmal Rückschläge in Kauf nehmen, bis Du den Vierbeiner wieder in die richtige Spur bekommst. Du brauchst tonnenweise Geduld und Verständnis und natürlich eine gute Portion Hundeverstand.

Du solltest Dir der Verantwortung bewusst sein und nur einen Chow-Chow in Not bei Dir aufnehmen, wenn Du wirklich und wahrhaftig das endgültige Zuhause für diesen Notfall sein möchtest. Es wäre ein harter Schlag für den Chow, wenn er wieder enttäuscht würde und ein weiteres Mal sein Zuhause verlieren würde. Viele Hunde verkraften es nicht, wenn sie erneut im Tierheim landen und verlieren ihr Vertrauen in die Menschen völlig.

Wer auf seinen neuen Schützling aber mit viel Liebe und Sachkenntnis eingeht, der wird mehr als belohnt. Hunde aus dem Tierschutz sind meist ewig dankbar und sehr anhänglich und treu ihren „Rettern“ gegenüber. Wer seinen Chow-Chow nicht enttäuscht, wird im Gegenzug niemals vom Hund enttäuscht werden.

Außerdem leisten Menschen, die sich für einen Notfallhund entscheiden einen sehr wichtigen Beitrag zum Tierschutz. Denn ein vermittelter Hund macht Platz für eine weitere Hundeseele, der anschließend geholfen werden kann.


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