Bist Du auf der Suche nach einem Chow-Chow Welpen, Chow-Chow Mix, Chow-Chow Deckrüden oder möchtest Du einem Chow-Chow In Not helfen? Hier gibt es Chow-Chow Anzeigen.

Chow-Chow – Deckrüde

Wer der dickköpfigen Chow-Chow Rasse verfallen ist, für den gibt es vermutlich nie wieder einen anderen Hund. Einmal Chow-Chow, immer Chow-Chow. Kein Wunder, das der ein oder andere Besitzer einmal darüber nachdenkt, ob er nicht vielleicht selbst mit der Rasse züchten möchte. Für viele bleibt es bei dem Gedanken, andere hingegen gehen das Abenteuer an und setzen ihren Traum in die Tat um.

Natürlich sollte der eigene Hund niemals einfach so mit einem anderen Chow-Chow verpaart werden. Hundezucht muss wohlüberlegt erfolgen und nur die besten Vierbeiner sollten Nachkommen zeugen, damit die Rasse stetig verbessert wird, das Risiko für erbliche Krankheiten minimiert wird und wesensfeste sowie äußerlich einwandfreie Welpen entstehen. Schließlich möchtest Du doch, dass Deine Hündin einen gesunden Wurf zur Welt bringt und die kleinen Racker den bestmöglichen Start ins Leben haben.

Sei also wählerisch, wenn es um die Auswahl eines geeigneten Deckrüden geht. Doch wirf auch einen kritischen Blick auf Deine Hundedame. Für Dich ist sie wahrscheinlich die beste und schönste Hündin überhaupt, aber eignet sie sich auch wirklich für die Zucht?

Mehr noch: Trächtigkeit und Welpenaufzucht sind spannend, gehen allerdings mit viel Verantwortung einher. Nicht immer läuft alles glatt und besonders bei der ersten Prägung und Sozialisation musst Du Dich besonders ins Zeug legen. Nie wieder wird der kleine Chow-Chow so schnell und nachhaltig für sein ganzes Leben geprägt, wie in diesen ersten Wochen.

Falls Du einen Wurf planst, nur weil Du noch dem alten Märchen glaubst, eine Hündin sollte mindestens einmal in ihrem Leben einen Wurf gehabt haben … Lass es! Dies ist Humbug und hat nicht wie früher angenommen einen positiven Einfluss auf die geistige und körperliche Entwicklung oder Psyche der Hündin. Tatsächlich hätte Deine Chow-Chow Dame keinerlei Vorteil davon. Eine Trächtigkeit schützt auch nicht vor diversen Krebsarten.

Übrigens: In einem Wolfsrudel ist Nachwuchs ein Privileg des ranghöchsten Weibchens. Was im Klartext bedeutet, dass es innerhalb des Rudels viele Hündinnen gibt, die niemals eigenen Nachwuchs haben werden.

Zudem gilt es zu bedenken, dass die allermeisten Käufer einen Chow-Chow Welpen von einem seriösen Züchter kaufen möchten, der sein Handwerk versteht und der mit viel Erfahrung und Liebe zur Rasse züchtet. Und dies natürlich vollkommen zu Recht! So mag der Nachwuchs Deiner Hündin zwar niedlich sein, aber:

  1. Wohin mit den Welpen, falls nicht alle Racker vermittelt werden können?
  2. Kostet Hundezucht viel Geld und Du wirst kaum einen Kaufpreis für die Welpen verlangen können, der am Ende zumindest Deine Ausgaben deckt.
  3. Möchtest Du die Welpen sicherlich nicht billig an irgendwen verkaufen.

Was sollte ich bedenken, wenn ich mit meiner Chow-Chow Hündin züchten möchte?

  • Hat die Chow-Chow-Dame Papiere?
  • Ist sie im zuchtfähigen Alter oder noch zu jung oder schon zu alt?
  • Entspricht Deine Hündin dem Rassestandard?
  • Ist sie wesensfest und hat einen guten Charakter?
  • Bist Du gewillt, beides in einer Zuchtzulassungsprüfung unter Beweis zu stellen?
  • Gibt es körperliche oder geistige Mängel, die sie womöglich von der Zucht ausschließen?
  • Ist die Hündin gesund?
  • Sind Erbkrankheiten bei ihr bekannt oder ist sie anderweitig gesundheitlich eingeschränkt?
  • Bist Du bereit, einem Verein beizutreten?
  • Bist Du gewillt, Schulungen zu besuchen und nach den Regeln eines Vereins zu züchten?
  • Es wäre kein Problem, die Hündin auf Ausstellungen zu präsentieren, Titel zu sammeln und dafür viel Freizeit zu opfern?
  • Hast Du ausreichend Platz für die Hundezucht?
  • Ist Dein Partner oder die Familie mit Deinem Plan einverstanden und gewillt Einschränkungen in Kauf zu nehmen?
  • Du hast ausreichend zeitliche, räumliche und finanzielle Kapazitäten?
  • Du kannst auch Welpen großziehen und behalten, die nicht vermittelt werden können?
  • Hundezucht ist ein Vollzeitjob – Pardon – Vollzeithobby, für andere Aktivitäten wird weniger Zeit übrig bleiben. Ist das okay?
  • Ist die Hündin grundimmunisiert und hat alle Auffrischungen auf dem neuesten Stand?
  • Ein Tierarztbesuch sollte vor einem Deckakt unbedingt anstehen, um Probleme im Vorfeld zu erkennen.
  • Bist Du Dir bewusst, dass Komplikationen während der Trächtigkeit, Geburt oder danach auftreten können? Welpen könnten tot geboren werden oder später noch versterben. Du könntest auch Deine Chow-Chow Hündin verlieren.
  • Neben guten Nerven brauchst Du vor allem Geld, Geld und nochmals Geld.
  • Alle Welpen verursachen Tierarztkosten: Impfungen, Mikrochip, Wurmkuren usw.
  • Welpen machen Dreck im Haus! Sie erbrechen gern ihre Nahrung, machen Bächlein und Häufchen im Haus, verteilen das Fressen überall, nagen an Gegenständen und noch viel mehr. Chaos wird Dich ereilen.
  • Mache Dir diese immense Verantwortung der Welpenaufzucht bewusst.
  • Du willst schnelles Geld mit der Chow-Chow-Zucht machen? Keine Chance! Mit etwas Glück deckst Du die entstandenen Kosten und fährst vielleicht einen kleinen Gewinn ein.

Wer mit seinem Chow-Chow züchten möchte, sollte dies aus Liebe zur Rasse und Freude bei der Aufzucht machen. Nicht des Geldes wegen.


Wo finde ich einen geeigneten Deckrüden?

Es gibt unterschiedliche Wege, einen perfekten Chow-Chow Deckrüden für Deine Dame zu finden:

  1. Du besitzt selbst einen zuchttauglichen Rüden.
  2. Du erweiterst Deinen Zuchtbestand um einen geeigneten Chow-Chow Rüden.
  3. Du mietest einen Deckrüden und zahlst hierfür eine Decktaxe an den anderen Besitzer.

Manchmal verläuft die Trächtigkeit und anschließende Aufzucht der Welpen ruhiger und harmonischer, wenn Du letztere Option wählst. Befinden sich Rüde und Hündin nicht in der gleichen Zuchtstätte, kann dies also Vorteile haben.

Doch wo findest Du einen guten Chow-Chow Deckrüden? Einen, der nicht nur für schönen, sondern vor allem auch für möglichst gesunden Nachwuchs sorgt?

Erste Anlaufstelle ist oft das Internet. Im World Wide Web wirst Du bestimmt fündig und es gibt viele Kleinanzeigen von Deckrüdenbesitzern, die ihren Rüden für die Belegung einer Hündin anbieten. Auch auf den Internetseiten anderer Züchter werden oftmals Deckrüden vorgestellt und Du bekommst manchmal einen Einblick in dessen Zuchterfahrung, siehst seine Erfolge und vielleicht sogar die seiner Nachzucht. Züchteradressen und Internetseiten findest Du beispielsweise auf den Seiten des VDH.

Ebenfalls eine gute Option: Die Internetpräsenz der deutschen Chow-Chow-Clubs. Hier werden teilweise nicht nur Deckrüden aus Deutschland, sondern sogar aus dem benachbarten Ausland vorgestellt und angeboten. Außerdem sind die Deckrüden teils nach Fellfarben sortiert, sodass Du schneller Deinen Wunschkandidaten finden kannst.

Mit einem Chow-Chow Deckrüden von einem eingetragenen VDH Züchter bist Du in der Mehrheit der Fälle auf der sicheren Seite. Züchter, die unter der Schirmherrschaft des VDH züchten unterliegen Auflagen und Kontrollen und deren Zuchttiere müssen ebenfalls bestimmte Voraussetzungen für die Zucht mitbringen.

Dies ist bei einem Besitzer ohne Vereinszugehörigkeit, der seinen Chow-Chow-Rüden als Deckrüden anbietet, natürlich nicht der Fall. Darum sind solche Angebote im Internet immer mit Vorsicht zu genießen. Liebäugelst Du mit einem solchen Kandidaten, lasse Dir darum die Papiere zeigen (falls vorhanden) und frage nach Gesundheitsattesten (zeigen lassen!). Auch ein Blick in den Impfpass kann Aufschluss darüber geben, wie gewissenhaft der Halter ist und wie wichtig ihm die Gesundheit seines Deckrüden ist. Hat der Hund keine Papiere und/oder Du zweifelst am Gesundheitszustand des Rüden, so wähle besser einen andern Kandidaten für den Deckakt aus. Lass Dich von einer günstigen Decktaxe nicht blenden, sondern setze stattdessen lieber auf Qualität. Und die hat nun einmal bekanntlich ihren Preis!

Wurde Dir die Entscheidung abgenommen und Deine Chow-Chow-Dame hatte ein ungeplantes Stelldichein mit einem Rüden, so musst Du Dich dem Abenteuer Welpen wohl oder übel stellen. Handelte es sich bei dem Paarungspartner um einen anderen Chow, so wird der Wurf natürlich reinrassig, wenngleich dies nicht zwingend bedeutet, dass die Welpen auch Papiere bekommen werden.
War der Rüde ein Vertreter einer anderen Rasse oder ein Mix, so entstehen natürlich Chow-Chow Mischlinge. Wie diese aussehen werden und welche Wesenszüge sie aufweisen, ist nur schwer absehbar und hängt davon ab, wie ähnlich oder unähnlich sich die beiden Ausgangsrassen sind.


Was ist eine Zuchtzulassungsprüfung?

Bei einer Zuchtzulassungsprüfung (manchmal auch Zuchttauglichkeitsprüfung genannt), wird der Chow-Chow dahingehend beurteilt, ob er äußerlich dem Rassestandard entspricht. Dies beurteilt ein Zuchtrichter und füllt dabei einen Bewertungsbogen aus. Je genauer der Chow-Chow dem gültigen Standard entspricht, umso besser. Abweichungen hiervon werden aber je nach Schweregrad toleriert.

Doch nicht nur die äußerlichen Attribute sind wünschenswert. Es zählen auch die inneren Werte. Charakter und Wesen gehen ebenfalls mit in die Beurteilung mit ein. So sind beispielsweise laut Standard aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde von der Zucht auszuschließen. Zudem sind gesundheitliche Voraussetzungen zu erfüllen, um überhaupt an der Prüfung teilnehmen zu können.

Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung:

  • Mindestalter 12 Monate.
  • Maximal +/- 2 cm Größenabweichung zur Standardgröße.
  • In körperlich guter, gepflegter und gesunder Verfassung.
  • Ahnentafel ist vorzulegen.
  • HD/ED Befunde
  • Mindestens „Sehr gut“ auf einer nationalen oder internationalen Ausstellung oder auf einer Landesgruppenschau erzielt.

Eine einmal erteilte Zuchtzulassung gilt normalerweise für die komplette Dauer der Zuchtverwendung. Diese ist bei Rüden uneingeschränkt und bei Hündinnen bis zum vollendeten 8. Lebensjahr. In Ausnahmefällen gibt es jedoch Befristungen oder Auflagen für die Zucht. So kann die Zulassung beispielsweise zunächst auf einen Wurf limitiert werden. Bei der anschließenden Nachzuchtkontrolle wird dann individuell entschieden, ob die Zulassung erlischt oder dauerhaft ausgestellt wird.


Gibt es zuchtausschließende Fehler?

Ja! Hunde, die den Ansprüchen des Richters bzw. des Standards nicht entsprechen, werden ausgesiebt und erhalten keine Zuchtzulassung. So soll sichergestellt werden, dass nur die besten Kandidaten in die Zucht gehen und so die Qualität der Rasse erhalten. Im Idealfall wird sie sogar verbessert, indem beispielsweise das Risiko für erbliche und rassetypische Krankheiten gesenkt wird.

Ausschließende Fehler sind zum Beispiel:

  • Entspricht nicht ausreichend dem Rassestandard
  • Wesensschwäche
  • Angeborene Taubheit
  • Angeborene Blindheit
  • Schwere oder mittlere HD
  • Epilepsie
  • Verhaltensstörungen
  • Aggressives Verhalten
  • Nicht abgestiegene Hoden (einer oder beide)
  • Keine blaue Zunge
  • Helle Augen
  • Fehlfarben
  • Spaltrachen
  • Hasenscharte
  • Rute liegt nicht auf dem Rücke auf
  • Henkelrute / Korkenzieherrute
  • Albinismus
  • Schwere Zahnfehler
  • Kieferanomalien/Kieferfehlstellungen
  • Gekippte Ohren
  • PRA (Netzhautatropie)
  • Geschecktes Fell
  • Erbliche Defekte
  • Chronische Krankheiten
  • Angeborene Missbildungen
  • Hündinnen, die bereits zweimal einen Kaiserschnitt hatten

Welche Vorteile hat ein geprüfter Deckrüde?

1. Optimale Gesundheit

Gesunde Welpen, die auf eine schöne Lebenserwartung hoffen dürfen. Dies soll mit gesunden Elterntieren erreicht werden, die möglichst frei von Erbkrankheiten sind. So soll mit gezielten Verpaarungen rassetypischen Krankheiten ein Riegel vorgeschoben werden, die innerhalb der Chow-Chow Rasse leider etwas vermehrt auftreten. Wird Deine Hündin also mit einem gesundheitlich fitten und einwandfreien Deckrüden verpaart, so trägt dieser nicht unerheblich zu einem optimalen Gesundheitszustand seiner Nachkommen bei. Bei der Zuchttauglichkeitsprüfung wird darum genau auf ausschließende Fehler geachtet und die vorgelegten Gesundheitsatteste eingehend geprüft.

2. Wesensfest

Aussehen ist eben nicht alles. Stellt der Zuchtrichter schwere Wesensmängel fest, so wird er den Chow-Chow nicht für die Zucht zulassen. So soll verhindert werden, dass sich unerwünschte Charaktereigenschaften innerhalb der Rasse einschleichen oder festigen. Da dem Chow-Chow ohnehin oft nachgesagt wird, er neigt zu aggressivem Verhalten, wird bei der Zuchtzulassung besonders auf diesen Wesenzug geachtet. Durch das Ausselektieren von aggressiven Hunden soll die Rasse insgesamt also verbessert werden.

3. Er entspricht dem Standard

Besonders das löwen- oder bärenartige Aussehen des Chow-Chows ist es, was viele Menschen fasziniert. Seiner äußeren Erscheinung ist es zu Verdanken, dass er weltweit viele Fans gewinnen konnte. Dass er bei Weitem kein Teddy zum Knuddeln ist, wissen seine Anhänger natürlich. Was viele aber nicht unterscheiden können: Entspricht er dem Rassestandard oder eher nicht? Was für den Laien nicht ersichtlich ist, kann ein Zuchtrichter sehr wohl beurteilen. Darum hast Du bei einem geprüften Deckrüden die Sicherheit, dass der Deckrüde in die Rahmenbedingungen des Standards passt. So werden auch die späteren Chow-Chow Welpen einmal waschechte Rassevertreter mit allen gewünschten Attributen.

4. Er hat internationale Papiere

Einige Papiere sind nicht einmal das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurden. Im Prinzip kann nämlich jeder solche für seine Hunde ausstellen. Achte auf Papiere vom VDH. So hast Du Gewissheit, dass die dem VDH angeschlossenen Clubs und somit auch ihre Züchter festgelegten Regeln und Auflagen unterstehen. Mehr noch: Züchter werden kontrolliert, Würfe besichtigt und es gibt Schulungen für die Mitglieder. Aus den VDH Papieren eines Deckrüden (und natürlich auch allen andern Hunden) geht zudem nicht nur seine Blutlinie hervor (Ahnentafel), sondern es werden dort auch Prüfungsergebnisse festgehalten, die Resultate von Gesundheitsprüfungen vermerkt und gewonnene Titel aufgelistet.


Warum sind die Papiere des Chow-Chows so wichtig?

VDH Papiere werden in der Regel international anerkannt. Denn der Verein für das Deutsche Hundewesen vertritt Deutschland und seine Hundezüchter in der FCI, dem kynologischen Weltverband. Damit die Qualität der unterschiedlichen Rassezuchten auf einem gleichbleibenden Niveau erhalten wird, gibt es strenge Auflagen von den Züchtern zu erfüllen. So soll sichergestellt werden, dass tierschutzkonform gezüchtet wird, es den Tieren gut geht und der Züchter vor allem weiß, was er tut. Um dies zu gewährleisten werden die Zuchtstätten darum auch kontrolliert, Hunde vor dem Einsatz in der Zucht geprüft und die Nachzucht begutachtet. Außerdem sind Gesundheitsuntersuchungen Pflicht.

Lässt Du Deine Chow-Chow Hündin nun von irgendeinem Deckrüden belegen, der keinerlei Papiere vorweisen kann, so ist dies ein riskantes Unterfangen. Bestimmt werden die Chow-Chow Welpen allesamt süß aussehen, doch sind sie auch gesund oder schlummern in ihnen vielleicht Erbkrankheiten? Haben sie die Grundlage für ein gutes Wesen oder gibt es später Verhaltensauffälligkeiten und unerwünschte Charaktereigenschaften? Entsprechen sie überhaupt dem Rassestandard? Dies alles kannst Du nicht wissen. Der Deckrüde mag äußerlich top aussehen, aber ob es innerhalb seiner Blutlinie Auffälligkeiten gab, ist ungewiss.

Neben dem Abstammungsnachweis (also der Ahnentafel) ist der Impfausweis ein weiteres wichtiges Dokument. Hieraus geht nicht nur die Identität des Hundes hervor (Transpondernummer), sondern es werden auch Impftermine, Wurmkuren und weitere Behandlungen dort eingetragen. Mittlerweile wird eigentlich nur noch der blaue EU-Heimtierausweis standardmäßig für Welpen ausgestellt. Doch auch das gelbe Impfbuch ist noch im Umlauf. Aus beiden Papieren kannst Du ablesen, ob der Chow-Chow regelmäßig geimpft wurde oder der Züchter/Besitzer Auffrischungen hat verstreichen lassen.


Wie hoch ist Decktaxe für einen Chow-Chow Deckrüden?

Dies lässt sich pauschal sicherlich nicht beantworten. Zu viele Faktoren spielen beim Preis für den Deckrüden eine Rolle. Das wichtigste Kriterium ist sicherlich, ob es sich um einen geprüften Chow-Chow Deckrüden mit Papieren handelt, einen Rüden mit Papieren aber ohne Zuchtzulassung oder gar einen Hund ohne irgendeinen Abstammungsnachweis.

Was beeinflusst die Decktaxe sonst noch?

  • Die Erfahrung des Deckrüden (gerade erst zugelassen oder schon lange im „Geschäft“).
  • Die Qualität seiner Nachzucht.
  • Anzahl der Preise und Titel, die auf Ausstellungen und Wettkämpfen gewonnen wurden.
  • Eine Zuchtzulassung.
  • Ob er ohne Einschränkungen und Auflagen für zuchttauglich befunden wurde.

Manchmal ist es auch reine Verhandlungssache, wie tief Du am Ende in die Tasche greifen musst. Der in Inseraten angegebene Deckpreis lässt nämlich oft noch etwas Spielraum zu. Sind beide Parteien an der Verpaarung interessiert, ist es nicht unüblich, wenn anstatt einer Decktaxe ein Welpe aus dem späteren Wurf als Preis für die Belegung festgesetzt wird.


Was steht im Deckvertrag?

Der Deckvertrag regelt die Pflichten und Rechte von Deckrüdenbesitzer und dem Halter der Hündin. Es werden unter anderem folgende Daten festgehalten:

  • Name und Anschrift Deckrüdenbesitzer (Zuchtstätte)
  • Name und Anschrift Hündinnenbesitzer (Zuchtstätte)
  • Name Deckrüde mit Alter
  • Name Hündin mit Alter
  • Zuchtbuchnummern
  • Rasse
  • Farbe
  • Deckgebühr und wie diese gezahlt wird/wurde
  • Zusatzklauseln
  • Datum
  • Unterschriften

Die Zusatzklauseln können individuell ausgehandelt werden. Was geschieht beispielsweise, wenn die Hündin nach dem Deckakt keinen Wurf erwartet? Oft wird sie in der nächsten Hitze kostenlos neu belegt oder die Decktaxe zurückgezahlt. Sollte anstatt des Deckpreises ein Welpe ausgehandelt werden, wird auch dies natürlich vermerkt.

Neben dem Deckvertrag erhält der Besitzer der Zuchthündin meist noch die Papiere des Deckrüden als Kopie (Ahnentafel) und der Deckrüdenhalter darf die Nachzucht später besuchen und begutachten.


Mit welchen Kosten muss ich bei der Hundezucht sonst noch rechnen?

Die Decktaxe macht tatsächlich nur einen kleinen Bruchteil der Gesamtkosten aus, die während Trächtigkeit, Geburt und Welpenaufzucht auf Dich zukommen werden. Erscheint Dir der Preis für einen Deckrüden zu hoch oder kannst Du die Summe nicht aufbringen, solltest Du das Abenteuer Welpen besser schnell vergessen. Denn folgende Kosten kommen später noch auf Dich zu:

  • Vor dem Deckakt sollte die Hündin tierärztlich untersucht werden.
  • Impfstatus sollte gegebenenfalls aufgefrischt werden.
  • Abstrich auf Herpes und bei Bedarf entsprechende Impfung sind sehr zu empfehlen, um spätere Komplikationen bei den Welpen zu vermeiden (Welpensterben).
  • Progesterontest.
  • Preis für den Deckrüden.
  • Je nach Wohnort des Deckrüden: Anfahrt und gegebenenfalls Übernachtung und Verpflegung.
  • Regelmäßige Tierarztbesuche während der Trächtigkeit.
  • Ultraschalle.
  • Spezialfutter für die Mutterhündin und später die Welpen.
  • Wurfkiste und Welpenzimmer müssen ausgestattet werden.
  • Eventuell fallen Kosten für einen Kaiserschnitt an.
  • Vielleicht musst Du Welpen mit der Flasche aufziehen.
  • Tierarztkosten für Komplikationen bei Mutter oder Welpen.
  • Mikrochips für die Welpen.
  • Erste Wurmkuren und Impfungen für die Welpen.
  • Welpenausstattung (Pflegezubehör, Spielzeug, Halsbänder usw.).
  • Ahnentafeln.
  • Versorgungskosten für Welpen, die (noch) nicht verkauft wurden.
  • Telefonate, Inserate, Webseite, Stromkosten etc.

Finanziell sind Trächtigkeit und Aufzucht also nicht zu unterschätzen. Ebenfalls einplanen solltest Du massig Zeit und gute Nerven. Du wirst kaum Zeit für andere Dinge haben, wenn die Welpen erst einmal auf der Welt sind. Aber das lustige Gewusel und die Vermittlung in gute Hände sind es doch, was das Züchterherz am Ende lachen lässt.


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